Kräuterbutter-Babka – Resteparty mit Kräuterbutter wird zu Superflausch!

Kräuterbutter-Babka

Wer kennt es nicht: Da hat man großzügige Mengen Reste von irgendwas im Kühlschrank, aber eigentlich keine so rechte Inspiration was damit tun. Hier im Hause war das Kräuterbutter. Okay, manch einer mag sich das ja ständig über sein Steak oder so kloppen, aber wir eher seltenst. Damit werden eher mal geröstete Brotscheiben auf dem Grill getoppt. Aber eben nicht permanent.

Was ich aber gar nicht abkann, ist, wenn man solche Sachen dann einfach bis sie verdorben sind im Kühlschrank bei jedem Öffnen einfach von rechts nach links schiebt. Also immer schön aufbrauchen. Pur löffeln ist jetzt in dem Fall nicht ganz so meins. Auch wenn die Kräuterbutter wirklich gut war.

Aber da hat mich die Rezeptautorin Susann Kreihe inspiriert, die eine herzhafte Brioche-Babka gebacken hat. Das haut doch mit meiner Kräuterbutter sicher auch hin, oder?! Gerade wenn es sich sowieso um einen buttrigen Briocheteig handelt… 🙂

Kräuterbutter-Babka

Und ob! Megazarter Flausch mit würziger Kräuterbutter. Voll geil.
Wir hatten die Kräuterbutter-Babka zum Grillen. Und am nächsten Tag als fancy Stulle mit gelbem Pfirsich, Tomate, Büffelmozzarella, Basilikum und Maracujadressing. Und am übernächsten Tag (ja, sie war immer noch irre fluffig!) nochmal getoastet pur…

Die Kräuterbutter-Babka eignet sich aber auch formidabel für ein schickes, belegtes Brot für unterwegs oder aber auch zum Picknick, um diverse Köstlichkeiten zu dippen!

Du merkst schon, ich bin ein großer Fan. Jedenfalls schafft es das Rezept ohne Anlauf direkt in unser Standardrepertoire. Und sogar zum virtuellen Picknick-Blogevent von Zorra und Katja!

Kräuterbutter-Babka

Und das ist übrigens das belegte Teilchen. Ich hoffe, dass ich die Tage zum Verbloggen komme. War nämlich irre lecker…

Kräuterbutter-Babka

Hier meine Version:

Kräuterbutter-Babka

Rezept für eine klassische Kuchenkastenform:
Gehzeiten: 30/30/120/60 Minuten, Backzeit: 45 Minuten

Zutaten:
500 g Mehl Type 550 (plus eventuell ein minibisschen für die Arbeitsfläche)
100 g Milch
1/2 Würfel frische Hefe (ca. 20 g) => bei Übernachtgare im Kühlschrank bitte nur 10 g verwenden!
4 Eier (Größe M)
140 g Butter (zimmerwarm)
1 TL Salz
100 g Kräuterbutter (zimmerwarm)

Kräuterbutter-Babka

Zubereitung:

Zunächst das Mehl in eine Teigschüssel sieben. Ja, sieben ist immer sinnvoll ;-). Eine große Mulde hineindrücken und anschließend die Milch hier hinein gießen. Den Hefewürfel vorsichtig hineinbröseln und mit einem Löffel einrühren. Ein paar Eßlöffel Mehl von der Seite her drüber “schippen” und die Teigschüssel dann mit einem sauberen Küchenhandtuch abgedeckt ca. 30 Minuten stehen lassen.

Anschließend von außen etwas mehr Mehl dazunehmen und zu einem dicklichen Brei verrühren. Keine Angst, das “trockene” Mehl rundherum wird später noch eingearbeitet. Diesen Vorteig nun nochmals eine halbe Stunde abgedeckt gehen lassen.

Nun die Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgerätes verkneten. Nach und nach Eier, Butter und Salz zugeben und alles einarbeiten. Der Teig wird nach einiger Zeit (mindestens zehn Minuten) immer geschmeidiger und lässt sich leicht vom Schüsselrand lösen. Ist der Hefeteig glatt, feinporig und glänzend die Knethaken herausnehmen und den Teig abermals bei Raumtemperatur bzw. in einem zugfreien, nicht zu kalten Ort abgedeckt mindestens zwei Stunden gehen lassen. Der Teig verträgt auch ein bisschen längere Gehzeit – nur zu kurz sollte es nicht sein. Er sollte sich wirklich sichtbar mindestens verdoppelt haben.

Anschließend in den Teig boxen und ihn so entgasen. Kurz auf einem minimal bemehlten Brett mit den Händen durchkneten und anschließend zu einem ungefähren Rechteck ausrollen.

Eine Metallkastenform mit Backpapier auslegen.

Den Teig nun mit der weichen Kräuterbutter auf der oben liegenden Teigseite gleichmäßig bestreichen. Das Rechteck nun von der langen Seite her stramm aufrollen. Die Teigrolle längs mittig durchschneiden, die Innenseiten nach außen kehren und die beiden Teigstränge miteinander verzwirbeln. Da muss man keine Wissenschaft draus machen, einfach wie es eben geht vertrullern. Die Kräuterbutter-Babka in die ausgelegte Kastenform plumpsen lassen und mit einem sauberen Küchenhandtuch abgedeckt nochmals eine Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die Kräuterbutter-Babka nun für ca. 45 Minuten im Ofen goldbraun backen. Das gute Stück anschließend herausnehmen und am besten noch lauwarm genießen!

Anmerkung: Die Kräuterbutter-Babka schmeckt auch noch zwei bis drei Tage super. Hierzu die Scheiben einfach nochmal kurz auftoasten, auf den Grill werfen oder einen herzhaften French Toast draus machen. Guten Appetit!

Tipp: Schmeckt perfekt zum Grillen, als kleine Brunchidee oder einfach zum Dippen oder pur Snacken!

Blog-Event CLXXXVIII – Wir treffen uns zum Picknick! (Einsendeschluss 15. August 2022)

Kräuterbutter-Babka

5 Kommentare

  1. Hallo Eva,
    ich freue mich, dass Du beim Picknick dabei bist und Deine Babka sieht ganz wunderbar und flauschig aus.
    Liebe Grüße
    Katja

  2. Catherine

    Hallo,
    Schmeckt sehr gut – der Teig ist wunderbar. Für meinen Geschmack könnte mehr Kräuterbutter verwendet werden. Versuche ich nächstes Mal!
    Ich kann mir das auch sehr gut mit einer Paste von getrockneten Tomaten vorstellen. Wäre ein Versuch wert!
    Danke für dieses Rezept.

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