Tarte Tatin à la Ratatouille – gestürzte Sommergemüse-Tarte

Tarte Tatin à la Ratatouille

Ratatouille – spätestens seit dem beliebten Animationsfilm weiß wirklich jeder was das ist (nicht nur der Name einer äußerst putzigen Ratte)! Und wir haben auch gelernt, dass Ratatouille ganz sicher kein pampig-verkochter, geschmacksneutraler Gemüsematsch ist.

Ratatouille schmeckt nach Sommergemüse. Ist würzig und einfach lecker. Normalerweise gibts das eben im Sommer, wenn im Garten die meisten Zutaten für dieses Essen – so wie jetzt – wächst und gedeiht. Von der Zucchini über die Kräuter bis zu Aubergine und Tomate.

Aber dieses Mal wollte ich lieber eine Tarte mit „Ratatouille-Geschmack“. Und weil ich gleich voll loslegen wollte, geisterte mir eine herzhafte Tarte Tatin im Kopf rum. Also eine gestürzte Sommergemüse-Tarte.

Tarte Tatin à la Ratatouille

Und sie war genau so gut, wie ich gehofft hatte. Es gibt so manche Essen, die machen einfach so richtig Spaß. Ganz ohne Fleisch, aber man vermisst wirklich auch als Fleischesser überhaupt nix. Liegt wohl dran, dass es einfach richtig gut geschmeckt hat :-).

Weil uns die Tarte Tatin à la Ratatouille so gut gefallen hat, macht sie auch direkt beim Blogevent von Zorra vom Kochtopf und Birgit von Backen mit Leidenschaft mit, die noch bis zum 15.08. nach „World Wide Summerfood“ suchen. Sobald ihr euch also ein Stückchen Tarte genommen habt bei mir, direkt mal rüberklicken!

Hier aber erstmal mein Rezept:

Tarte Tatin à la Ratatouille

Zutaten für eine klassische Springform:

1 rote Paprika
1/2 kleine Aubergine
1 kleine Zucchini
15-20 kleine Cocktailtomaten
125 g Quark
2 Eier (Größe M)
8 EL Olivenöl
2 EL gehackte, frische Kräuter (Basilikum, Oregano, Majoran, Rosmarin, Petersilie)
250 g selbstgemachter Blätterteig oder 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salz

Tarte Tatin à la Ratatouille

Zubereitung:

Zunächst Paprika, Aubergine, Zucchini und Tomaten gründlich waschen und abtropfen lassen. Die Paprika putzen und vom Strunk befreien und achteln. Die Aubergine vom Stielansatz befreien und in dünne Scheiben schneiden. Die Zucchini von Stiel- und Blütenansatz befreien und ebenfalls in dünne Scheibchen schneiden. Die Tomaten halbieren.

Den Ofen auf 220 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Paprika, Aubergine und Zucchini nun mit vier Eßlöffeln Olivenöl marinieren. Das Gemüse dann auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten und ca. zehn Minuten auf mittlerer Schiene rösten. Hierbei darauf achten, dass (je nach Ofen) das Gemüse nicht zu dunkel wird. Bei Bedarf das Gemüse wenden. Das geröstete Gemüse salzen und pfeffern.

Nun das vorgegarte Gemüse aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen, sodass man sich nicht die Finger verbrennt.

Eine Springform mit Backpapier auskleiden bzw. dieses einspannen. Nun den Boden mit dem Gemüse auskleiden. Besonders schön fand ich es, wenn man die Paprikastücke strahlenförmig einlegt mit der Hautseite nach unten. Nun Auberginen- und Zucchinischeibchen ebenfalls überlappend auslegen, dabei jedoch den äußersten Rand der Form freilassen. Hier nun ringsherum die halbierten Tomaten mit der Schnittfläche nach oben anordnen.

Anschließend den Guss vorbereiten: Hierzu den Quark mit den Eiern, vier Eßlöffel Olivenöl und den gehackten Kräutern glattrühren. Den Guss salzen und pfeffern. Nun die Quarkmasse möglichst gleichmäßig auf das Gemüse in die Springform gießen.

Den Blätterteig nun möglichst rund und etwas größer als die Form ausrollen. Bei fertigem (eckigem) Blätterteig die Teigplatte einfach passend mit der Schere oder dem Messer zuschneiden. Nun vorsichtig in die Springform einlegen, sodass der Teig möglichst eng auf der Gemüse-Quarkmischung anliegt. Das Ganze gut andrücken (auch an den Rändern) und etwas überstehende Teigränder leicht nach innen einrollen und gründlich andrücken.

Die Tarte Tatin à la Ratatouille nun für ca. 20-25 Minuten auf mittlerer Schiene backen bis der Blätterteig goldbraun und knusprig oben ist. Hierbei bitte auf den eigenen Ofen und seine Hitze achten und die Backzeit gegebenenfalls verkürzen oder verlängern.

Nach der Backzeit die Tarte Tatin herausnehmen. Sofort einen ausreichend großen Teller zum Stürzen als Deckel auf die Springform setzen. Für den nächsten Schritt bitte unbedingt Vorsicht walten lassen und Ofenhandschuhe tragen (Verbrennungsgefahr!). Mit einem mutigen Schwung die ganze Chose (also Form mit Deckel darauf) herumdrehen und dabei den Teller sehr gut festhalten. Nicht zu langsam umdrehen, da sonst der Teig brechen könnte. Achtet auf jeden Fall auch darauf, dass eventuell Feuchtigkeit durch Guss oder Gemüse austreten könnte… Also Obacht!

Nun die Form vorsichtig öffnen und die Tarte auf den Teller gleiten lassen. Falls sich nicht gleich alles lösen sollte, mit einem sehr scharfen, langen Messer die Tarte am Boden vorsichtig lösen. Ich habe bei meinem ersten Versuch beispielsweise etwas zu lange mit dem Stürzen gewartet und das Ganze ist schon zu sehr abgekühlt – das geht dann etwas schwerer.

Tipp: Die Tarte ist für vier Personen als Hauptgericht mit einem schönen, frischen Salat dazu völlig ausreichend. Sie schmeckt am besten noch lauwarm.

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Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

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4 Kommentare

    • Hallo liebe Simone,
      das freut mich aber zu hören! Bin gespannt wie sie dir schmeckt :-).
      Liebe Grüße und dir noch einen schönen Sonntag!

  1. Liebe Eva, die Idee ist ja super genial. ich liebe Ratatouille und koche es im Sommer regelmässig, deine Variante als Tarte ist toll. Dankeschön für deinen Beitrag. Liebe Grüsse Birgit

    • Liebe Birgit,
      sehr gerne doch! Wir essen auch sehr regelmäßig Ratatouile aktuell, da war das echt einfach eine Eingebung ;-). Sehr gern!
      Liebe Grüße,
      Eva

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