Dubai – my short trip und viele Tipps für zwei Tage in der Stadt der Gegensätze

Dubai - spice souk

Es ist schon ein Weilchen her, da las ich mit Interesse Zorras Artikel über ihren Trip nach Dubai. Bestimmt interessant dort mal zu sein, dachte ich. Tja, und manchmal kommt es dann doch schneller als erwartet und auf einer Rundreise verschlug es uns gerade nach Dubai!

Mir hat es sehr gefallen dort, auch wenn ich mir jetzt nicht vorstellen könnte, dort regelmäßig länger Urlaub zu machen. Eine spannende Stadt und wenn man die Gelegenheit hat, dort hinzukommen, dann sollte man die Möglichkeit auf jeden Fall nutzen. Gerade weil man aber ja nicht unbedingt zwei Wochen Zeit genau in Dubai verbringen kann/will, habe ich mal die Highlights unseres Trips zusammengefasst, sodass ihr mit meinen Tipps beim Besuch der Stadt der Superlative auch möglichst viele schöne Ecken entdeckt!

Wart ihr auch schonmal dort oder habt ihr vor demnächst hinzufahren?

Wer nur zwei Tage Zeit hat, die Stadt zu erkunden, der muss sich gut überlegen, was bzw. wie viel er sehen will. Je nach Standort des Hotels oder eures Startpunktes muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Distanzen hier nicht mal eben so zu Fuß zu bewältigen sind! Wo es nur irgend geht, erkunden wir am liebsten zu Fuß oder per Fahrrad eine Stadt. Das ist aber in Dubai wirklich nur begrenzt möglich, weil erstens nicht alle Straßen für diese Arten der Fortbewegung geschaffen sind und man zweitens leider auch zu viel Zeit verliert.

Wir haben daher am ersten Tag das „neue“ Dubai angesehen und uns am zweiten Tag nach old Dubai aufgemacht, da wir gerade die Gegensätze hier spannend fanden.

Als allererstes sind wir für den perfekten Ausblick auf das höchste Gebäude der Erde hochgefahren: Dem Burj Khalifa! Die Tickets hatten wir schon zu Hause online gebucht (und das kann ich auch nur jedem empfehlen, da es vor Ort je nach Uhrzeit ellenlange Warteschlangen gibt) und als erste Station gewählt – sozusagen als Überblick zu Beginn. Auch wenn ich den Preis auch schon bis hoch ins 125. Stockwerk doch recht happig finde, würde ich es wieder machen. Sonst kommt man in der Stadt meist recht günstig weg und der Ausblick ist wirklich einmalig. Das wäre genauso, wenn man in San Francisco nicht auf die Golden Gate Bridge ginge… 😉 Es gibt noch ein teureres Ticket mit dem man noch weiter nach oben kommt, aber für uns hat das so prima gepasst.

Dubai - Ausblick vom Burj Khalifa

Hier oben wird einem dann auch endgültig klar, wie groß Dubai tatsächlich ist…

Dubai - Ausblick vom Burj Khalifa

Unbedingt muss man auch den Burj bei Nacht bewundern. Bei der Dubai Mall gibt es in regelmäßigen Abständen tagsüber und abends eine Wasserfontänenshow mit Blick auf den Burj Khalifa. Wir haben uns das Schauspiel abends angesehen – absoluter Hammer! Schaut nur, dass ihr rechtzeitig da seid, weil diese Show natürlich nicht nur kostenlos, sondern leider auch ein wahrer Touristenmagnet ist.

Ich bin nicht gerade ein Freund von Shopping im Urlaub, aber in die Dubai Mall sind wir auch zum Staunen gekommen. Nicht nur unfassbar viele Läden (falls es Menschen gibt, die da andere Ambitionen als ich haben, ist das ein Paradies), ein gigantisches Unterwasseraquarium, eine Eislaufbahn (!), ein großer Wasserfall und noch so einige andere Kuriositäten gibt es dort zu bewundern. In der Mall befindet sich auch der Zugang zum Burj Khalifa.

Dubai - Datteln in der Dubai Mall

Einen Einkaufstipp habe ich aber doch für die Dubai Mall. Nachdem uns ein guter Freund (Danke, lieber Andreas!) mal mit köstlichsten Datteln, sozusagen den Pralinen des Orients, aus Dubai versorgt hatte, mussten wir natürlich zu genau diesem Laden, um uns mit Nachschub zu versorgen. Diese Datteln haben nichts mit den eingetrockneten, nur zuckrigen Dingern zu tun, die es hier immer mal wieder zu kaufen gibt… Ich bin verrückt nach diesen Datteln. Also, wenn ihr noch ein paar Dirham übrig habt und noch keine Mitbringsel, kann ich euch „Bateel“ wärmstens empfehlen! Mein Favorit sind die Datteln gefüllt mit Pistazienkaramell… so lecker!

Dubai - Datteln in der Dubai Mall

Wir wollten unbedingt auch auf die künstlich aufgeschüttete Insel „The Palm Jumeirah“ (in Dubai sollen die nächsten Jahre noch viele mehr solcher Inseln entstehen… ich bin gespannt wie es dort in zehn Jahren aussieht). In Dubai kann man sich prima mit dem Taxi fortbewegen. Entweder man einigt sich vor Fahrtantritt auf einen Preis oder das Taxameter läuft. Wir haben dort gute Erfahrungen gemacht und auch die Preise sind in Ordnung gewesen. Was wir aber ebenso getestet haben, war das Metro-Netz. Tatsächlich ist das nämlich an einigen Ecken doch äußerst hilfreich, da wir mit diesen Zügen ganz bequem und recht günstig (ein Tagesticket war preislich sehr fair) bis zu dem gigantisch großen Atlantis-Hotel am äußersten Zipfel von „The Palm“ gefahren sind. Beachten muss man lediglich, dass man bis zum Atlantis nur mit der Monorail weiterfahren kann (für die auch extra ein Ticket gelöst werden muss) oder man zu Fuß den langen Weg bis zur Spitze der Palme muss.

Dubai - The Palm / Atlantis Hotel

Wir sind dort ein bisschen an der Promenade flaniert und haben die Aussicht genossen. Auch die Fahrt dahin war spannend… alleine die Idee einer solchen Inselkonstruktion!

Wir haben uns dann noch etwas im Jumeirah-Viertel in der Nähe des legendären Burj Al Arabs am Strand herumgetrieben und uns noch ein wenig von den Flugstrapazen erholt ;-).

An Tag zwei ging es für uns Richtung Dubai Creek. Tatsächlich ist dieser Stadtteil eher meine Welt. Unbedingt müsst ihr mit den kleinen Holzbooten, den Abras, über den Fluss setzen. Macht das aber besser sehr früh am Tag, da ab der Mittagszeit Horden von Touristen einfallen und das Ganze nicht mehr ganz so idyllisch ist ;-). Für mich die absolut komfortabelste Art der Fortbewegung in Dubai! Man sieht nämlich auch noch so viel dabei und einmal übersetzen kostete gigantische 1 Dirham (ca. 0,25 EUR). Ich dachte erst, dass das nicht stimmen kann…

Dubai - Abra auf dem Dubai Creek

Wobei man jetzt natürlich dafür keine Anschnallgurte erwarten darf ;-). Aber das wär ja auch witzlos! Unbedingt sehenswert sind auch die großen Dhaus aus Holz über und über beladen mit allem was man sich nur vorstellen kann…

Dubai - Dhau auf Dubai Creek

Auf der anderen Seite sind wir natürlich auf den Gewürzmarkt! Ein Paradies wie ich finde! Wer Spaß an Glitzerkram hat, kann auch noch einen Abstecher auf den nahegelegenen Gold Souk machen, hat uns aber nicht so gereizt.

Aber zurück zu den Gewürzen! Ein Träumchen!

Dubai - Gewürz Souk

Dubai - Gewürz Souk - Chili

Dubai - Gewürz Souk

Dubai - Gewürz Souk - Zimt

Ich habe mich großzügig mit Kardamom, Chilis, getrockneten Zitronen, Chai-Tee und noch so einigem mehr eingedeckt… 🙂

Nach so viel Getummel (je später der Tag desto mehr Menschen…) brauchten wir eine kleine Auszeit und in Richtung des Dubai Museum findet man eine wunderschöne Oase! Bisher mein Lieblingsort in Dubai: Al Fahidi Viertel! (Danke, Zorra für den Tipp!) Hier findet man noch das alte Dubai ohne Wolkenkratzer. Extrem schöner Ort, um mal durchzuatmen…

Dubai - Al Fahidi

etwas Erfrischendes im Make Art Café zu trinken…

Dubai - Al Fahidi - Make Art Cafe
sich über die Kultur zu informieren…

Kunst zu bewundern…

Dubai - Make Art Cafe - Kunst

oder einfach nur eine milde Brise auf der Dachterasse des „Make“ zu genießen…

ubai - Al Fahidi - Make Art Cafe 1

Leider sind wir satt dort angekommen, sonst hätte mich so einiges an Leckereien sowohl im Arabian Tea House, als auch im Make Art Café als auch im XVA Art Hotel and Café gereizt! Muss ich also nachholen ;-).

Aber ein schönes Fleckchen allemal! Dort werden auch immer diverse Events und Veranstaltungen angeboten, das ist sicher auch klasse!

Dubai - XVA Art Hotel

Das Schmankerl kommt natürlich zum Schluss. Dazu muss man wissen, dass mein Orientierungsvermögen gelegentlich ehm ja… suboptimal ist. Wenn ich mich an diversen, prägnanten Punkten z.B. einem bestimmten Haus etc. orientieren kann, dann geht es, aber in manchen Städten wäre ich ausgesetzt völlig verloren… tja, aber wenn man dreimal falsch abbiegt (und Herr W. mich geduldig bestimmen lässt 😉 bis er dann wieder die richtige Richtung einschlägt), dann landet man manchmal genau richtig: Da wollte man eigentlich nicht hin, aber wenn man in Dubai im Bastakiya-Viertel falsch abbiegt und abseits der Touristenpfade wandelt, dann steht man plötzlich im hintersten Hinterhof und direkt vor einer arabischen Bäckerei.

Auch hier wurde jedes Vorurteil, das man vielleicht beim Anblick der anfangs grimmig dreinschauenden Männer haben könnte, sofort relativiert. Schon von weitem wurde gewunken, gelacht und ich wurde gefragt, ob ich denn nicht ein paar Fotos machen wollte. Sah auch nicht so aus, als ob sich zu den netten Jungs häufiger Touristen mit großen Fotoapparaten verirren… Natürlich haben wir doch noch ein ofenfrisches Fladenbrot mitgenommen… und auch hier war ich über den Preis überrascht: 1 Dirham…

So, jetzt ist mein Artikel viiiel länger geworden, als ursprünglich geplant, aber wer wirklich ein paar gute Anhaltspunkte für Dubai sucht und noch nicht in der Stadt war, wird hoffentlich bei mir fündig!

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen ;-).

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6 Kommentare

  1. Oh freut mich, dass dir mein Beitrag geholfen hat. Aber auch ich hab Neues bei dir über Dubai erfahren und habe jetzt doch prompt Lust wieder mal dahinzufliegen, obwohl es auch nicht unbedingt mein Reiseziel Nummer 1 ist. Und Lust nach Datteln habe ich jetzt auch!

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