Was aus missglückten Kürbis-Knödeln werden kann! Kürbis-Bratlinge mit Pfifferling-Sauce

Kürbis-Bratlinge

Geht bei mir in der Küche auch mal was schief?

Jap. Zeit für ein ehrliches Statement :-). Ich stehe dazu, dass bei mir beim Kochen und Backen auch was in die Hose geht. Wobei ich darauf eher stolz bin (jaja, bissl komisch bin ich schon). Aber mal jetzt echt: Es ist ja wohl klar, dass bei mir in der Küche auch mal was nicht funktioniert wie ich es mir vorstelle.

Ich koche fast täglich. Auch unter der Woche. Natürlich nicht immer ein Dreigang-Menü oder was sehr Zeitaufwändiges. Aber wer so häufig kocht und ständig was Neues ausprobiert, da wär es ja schon fast abartig, wenn man nicht auch mal an Zubereitungen feilen müsste und alles auf Anhieb gleich funktionieren würde. Klappt vielleicht, wenn man nur Nudeln mit Tomatensauce macht. Wobei. Nein, das nehm ich zurück. Da kann man auch verdammt viel falschmachen :-D.

Aber nun mal der Grund, warum ich darüber rede. Nur weil ich hier mein kulinarisches (und manchmal auch persönliches Leben ausbreite, heißt das noch lange nicht, dass ich immer den perfekten Plan zum Kochen habe. Nur so erweitert man ja den eigenen Horizont.

Aber Küchenunfälle können manchmal auch sehr lecker sein. Deswegen gibt es hier und heute keine Kürbis-Knödel. Wobei ich merke, dass ich das hier nicht clever angestellt habe!

Ich hätte einfach schreiben sollen wie gut, diese leckeren-fluffigen Kürbis-Bratlinge sind. In der Pfanne schön kross gebacken mit intensivem Kürbis-Aroma und dazu eine schöne Pfifferling-Sauce. Ein tolles und leckeres Essen, ganz vegetarisch und richtig fein. So, hat keiner gemerkt, dass ich abgelenkt habe und es nur Kürbis-Bratlinge geworden sind, weil mir der Knödelteig völlig in die Hose gegangen ist, oder?

Kürbis-Bratlinge

Auf jeden Fall superlecker und deshalb hier das Rezept:

Kürbis-Bratlinge mit Pfifferling-Sauce

Zutaten für zwei bis drei Personen als Hauptgericht:

Für die Kürbis-Bratlinge:
1 Hokkaido-Kürbis (à 650 g => 450 g Fruchtfleisch)
4 große, festkochende Kartoffeln (insgesamt 600 g)
1 Ei (Größe M)
75 g Hartweizengrieß
frisch geriebene Muskatnuss
Salz
Butterschmalz zum Anbraten

Pfifferling-Sauce:
2 kleine Schalotten
200 g frische Pfifferlinge
1 EL Butterschmalz
Pfeffer aus der Mühle
Salz
200 g Sahne
2 EL gehackte, frische Petersilie

Kürbis-Bratlinge

Zubereitung:

Den Ofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Den Kürbis putzen, von den Kernen befreien und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. Die Kürbisspalten auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten und so lange im Ofen backen, bis sie schön weich sind (das dauert je nach Ofen ca. 15-20 Minuten).

Derweil die Kartoffeln in kochendem Salzwasser ebenfalls weichkochen.

Die Kürbisspalten mit dem Mixer zu einem glatten Püree verarbeiten. Die gekochten Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und anschließend heiß durch die Kartoffelpresse drücken (alternativ auch stampfen). Kürbis- und Kartoffelpüree in eine Schüssel geben und mit dem Ei und dem Hartweizengrieß gründlich vermengen. Mit Muskatnuss und Salz würzen.

Die Schalotten schälen und möglichst fein würfeln. Die Pfifferlinge verlesen, putzen und vorsichtig säubern (mit einer Pilzbürste zum Beispiel).

Nun eine große Pfanne mit Butterschmalz erhitzen und aus dem Kürbis-Kartoffelteig mit feuchten Händen kleine Bratlinge formen. Die Kürbis-Bratlinge etwas flachdrücken, von beiden Seiten kräftig anbraten und die fertigen Kürbis-Bratlinge warmhalten.

Derweil eine weitere Pfanne mit dem Butterschmalz für die Pifferlinge erhitzen und geputzten Pilze zugeben und kräftig braten. Nach zwei bis drei Minuten die Schalottenwürfel zugeben und mitbraten. Sobald die Schalottenwürfel glasig sind und die Pilze kräftig angebraten (nach ca. 5-7 Minuten) das Ganze mit Sahne ablöschen und die Hitze sofort reduzieren. Die Pfifferling-Sauce zwei bis drei Minütchen köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Kürbis-Bratlinge mit der Sauce auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit der gehackten Petersilie bestreut servieren.

Tipp: Die Bratlinge kann man auch prima kalt bzw. am nächsten Tag mit einem Quarkdipp genießen.

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