Koch mein Rezept: Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Heute gibts hier ein Rezept für einen richtig leckeren Hauptgang! Schweinelende gibt es hier mittlerweile sehr selten, aber wenn, dann muss geklotzt werden :-).

Herr W. hat hier auf meinem Blog öfter mal die Finger im Spiel, jedoch schon länger kein komplettes Rezept in Eigenregie für den Blog zubereitet. In seiner aktuellen Elternzeit war endlich wieder mehr Raum für unser beider geliebtes “Hobby” und Herr W. hat für eine neue Runde “Koch mein Rezept” von Volker mampft den Kochlöffel geschwungen. Für dieses Mal wurde mir als Foodblog zum Schmökern ninamanie zugelost. Wieder ein Blog, den ich bereits kenne (und super finde)! Herr W. konnte sich kaum entscheiden, denn Martina bietet in ihrem schönen Foodblog sehr vielseitige Rezepte an.

Die Wahl fiel tatsächlich auf ein Rezept, das ich mir nicht ausgesucht, aber sofort gegessen hätte: Schweinemedaillons mit Rum-Sahne-Sauce! Die Schweinefiletstücke werden mit Bacon umwickelt und sind und bleiben dadurch wunderbar saftig. Dazu serviert Martina Kürbispüree, Speckbohnen und natürlich die cremige Sauce aus Bratensatz und Sahne. Yummy!

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Herr W. ist im Hause evchenkocht der Mann für Schweinefilet und ich liebe es, dass er wirklich immer den perfekten Garpunkt findet. Den auf dem Foto festzuhalten, schaffe ich vermutlich allerdings erst in ein paar Jahren mit mehr Fotoerfahrung ;-)! Aber sei es drum.

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme
Mein Mann hat die Schweinelende abweichend vom Original im Ganzen gegart und erst zum Servieren aufgeschnitten. Statt der Speckböhnchen gab es bei uns inspiriert von Janina Lindemann verbrannten Spitzkohl. Aber in jedem Fall kann ich sagen: Superlecker! Und wieder ein Beweis, das dieses Foodbloggerevent einfach bombig ist. Man entdeckt so feine, auch kleinere Blogs und so leckere Rezepte.

Aber jetzt möchte ich unbedingt (wie auch bei den vorangegangen Runden) Martina zu Wort kommen lassen. Schau unbedingt mal rüber auf ihren Blog! Und Dankeschön Martina! Deinen wunderbaren Blog hier zugelost bekommen zu haben, war sehr schön.

Mini-Interview mit Martina von ninamanie:

1. Was ist die spannendste Zutat, die du bisher verwendet hast?

Martina: Wenn ich ehrlich bin: so außergewöhnlich sind meine Zutaten meist nicht… ich probiere aber gerne Gewürze oder Gewürzmischungen aus, wie etwa Baharat oder Zatar aus der Levante-Küche. Und es hat lange gedauert, bis ich mich mal an Wild gewagt habe, aber das hat sich echt gelohnt!

2. Welche drei Rezepte deines Blogs sollte man unbedingt nachkochen bzw. nachbacken?

Martina: Meinen Marmorkuchen, den liebt wirklich jeder!
– meine Panna Cotta mit Frischkäse
– meine Spinatknödel

3. Welches deiner veröffentlichten Rezepte gibt es am häufigsten bei dir?

Martina: Tatsächlich sind wir da wieder beim Marmorkuchen… der wird oft gewünscht, wenn ich zu Feiern einen Kuchen mitbringe.

4. Hast du einen „Endgegner“ in der Küche, den du bisher noch nicht “besiegt“ hast bzw. an den du dich noch nicht rangetraut hast?

Martina: Ich mag ja grundsätzlich eher einfache Gerichte, die man schnell zubereiten kann… aber so ein paar Sachen stehen schon auf der Liste… z.B. habe ich noch nie eine richtige Torte gebacken. Und ich muss mich als Fränkin noch in der Zubereitung der perfekten Kruste beim Schäuferle üben 😉.

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Zutaten für drei bis vier Personen als Hauptgericht:

Für das Fleisch:
1 Schweinelende bzw. Filet, bereits pariert und küchenfertig vorbereitet (ca. 500 g)
10 dünne Scheiben Speck
1 EL Butterschmalz
Pfeffer aus der Mühle
Salz

Für den Kohl (nach Janina Lindemann):
1 ganzer Spitzkohl
2 EL Butterschmalz
Pfeffer aus der Mühle
Salz

Für die Kürbiscreme:
1/2 Hokkaidokürbis (ca. 700 g, gewogen mit Schale und Kernen)
ca. 0,5 l Gemüsebrühe
2 EL Butter
1/2 TL Zimtpulver (Ceylonzimt)
100 ml Sahne
frisch gemahlener Muskat
Pfeffer aus der Mühle
Salz

zusätzlich für die Sauce:
200 g Sahne
2 cl brauner Rum (in meinem Fall Ron Zacapa 23)
Pfeffer aus der Mühle
Salz

Zubereitung:

Zunächst den Spitzkohl vorbereiten: Hierzu den Ofen auf 190 Grad Umluft aufheizen und den Kohl nun für ca. zwei Stunden im Ganzen auf ein Blech stellen. Je nach Spitzkohlgröße kann das auch etwas kürzer sein. Einfach mit einem scharfen Messer hineinstechen und prüfen, ob er bereits weich ist. Nicht erschrecken: Der Kohl kann außen recht dunkel wirken, jedoch werden die äußersten Blätter sowieso nicht gegessen und entfernt. Ist der Spitzkohl gegart, diesen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die äußeren, verbrannten Blätter abpuhlen und den Kohl längs vierteln. Den Strunk vorsichtig herausschneiden und die vier Kohlstücke beiseite legen.

Den Kürbis waschen, putzen und entkernen, anschließend in grobe Stücke schneiden und in der Gemüsebrühe in ca. 15-20 Minuten (je nach Größe der Stücke) weichkochen. Die Kochflüssigkeit abseihen, jedoch nicht wegschütten! Die Kürbisstücke anschließend mit einem Pürierstab mit Butter, Zimt und Sahne glatt pürieren. Je nach Konsistenzwunsch zusätzlich noch etwas von der Brühe wieder hinzugeben und mitpürieren. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und warmhalten.

Die Speckscheiben auf einem sauberen minimal überlappend längs aneinanderreihen, sodass sie die Länge der Schweinelende vollends abdecken. An eine Seite nun die gesäuberte Schweinelende legen, diese überall salzen und pfeffern und vorsichtig in die Speckscheiben einwickeln. Zwei bis drei Zahnstocher können helfen die Enden etwas zu fixieren. Anschließend das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schweinelende von allen Seiten sehr kräftig anbraten. Hierbei mit der “Nahtstelle” der Speckscheiben beginnen, sodass sie sich nicht so leicht wieder aufwickeln kann.

Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze hochheizen. Die rundherum angebratene Schweinelende nun auf einen Gitterrost im vorgeheizten Ofen legen und in ca. 20 Minuten zartrosa garen. Derweil den Bratensatz in der Pfanne auf keinen Fall entfernen. Stattdessen mit dem Rum ablöschen, kurz einkochen lassen und dann mit der Sahne auffüllen. Das Ganze gaaaanz leicht simmern lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während das Fleisch gart, in einer weiteren Pfanne nun die Spitzkohlstücke kräftig in Butterschmalz anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gegarte Schweinelende aus dem Ofen nehmen, ganz kurz ruhen lassen und dann in Medaillons schneiden.

Nun auf vorgewärmte Teller etwas Kürbiscreme streichen, jeweils ein Spitzkohlstück darauf setzen, die Schweinelendenstücke verteilen und jeweils etwas Sauce auf jeden Teller geben.

Guten Appetit!

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

Schweinefilet mit Rum-Sahne-Sauce, verbranntem Spitzkohl und Kürbiscreme

1 Kommentare

  1. Liebe Eva,
    da habt ihr euch ein leckeres Rezept ausgesucht und wirklich fein interpretiert! Den Spitzkohl probiere ich auf jeden Fall auch mal aus!
    Ganz lieben Dank auch für deine lieben Worte und das Interview!
    Hat Spaß gemacht mit dir!
    Liebste Grüße von Martina

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