Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Gehörst du auch zu den Frostbeulen?

Ich bin vermutlich versehentlich im falschen Breitengrad geboren worden. In meiner allerersten Wohnung (als ich noch jung und unverbraucht war), habe ich aus diesem Grund gerne eine konstante Temperatur von 25 Grad in der gesamten Wohnung aufrechterhalten. Okay, bis zur ersten Nebenkostenabrechnung. Dann habe ich gemerkt, dass ich vielleicht doch lieber ’nen Pulli anziehen sollte. Aber mal abgesehen von meinen jugendlichen Lernerlebnissen kann man sich (und sollte sich) auch ganz formidabel von innen wärmen.

Besonders geeignet finde ich da Curries! Wie wäre es da mit einem Rosenkohl-Curry mit Mandarine und knackigen Cashewkernen? Der Clou ist, dass der Rosenkohl nicht gekocht, sondern stattdessen im Ofen geröstet wird. Glaub mir, das lohnt sich!

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Das ursprüngliche Rezept für das Rosenkohl-Curry stammt von Brotwein, dem wunderbaren Foodblog von Sylvia, der mir in dieser Runde von „Koch mein Rezept“ zugelost wurde. Ich hatte buchstäblich die Qual der Wahl, denn Sylvia ist eine fleißige Köchin/Bäckerin und Bloggerin, sodass ihr Rezeptregister wirklich groß ist.

Da ich große Lust auf Rosenkohl und Curry in Kombi hatte, habe ich mich mit ihrer Vorlage daran gemacht! So köstlich! Ich habe mir erlaubt das Rezept etwas zu verändern, indem ich den Rosenkohl im Ofen röste und er so noch mehr Power bekommt. Zusätzlich gibt es zum Ablöschen und Ansetzen des Curries neben Mandarinensaft noch Fischsauce, die zwar komisch klingt (und auch riecht), aber für einen tollen Aromen-Booster sorgt. Auch bei den Gewürzen habe ich noch ein bisschen was dazugeschmissen… Wenn du das riechen bzw. schmecken könntest…! Ganz große Curry-Liebe!!!

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Aber bevor ihr meine Rezeptvariante bekommt, möchte ich euch Sylvia und ihren feinen Blog noch etwas vorstellen mit ein paar kleinen Fragen:

Mini-Interview mit Sylvia vom Blog Brotwein:

1. Was war die spannendste Zutat, die du bisher verwendet hast?
Brotwein / Sylvia: Die spannendste Zutat war für mich die Tigermilch für Ceviche. Diese scharfe Limettensauce gart Fisch kalt und es ist einfach interessant dabei zuzuschauen, wie der Fisch sich mit der Zeit verändert. Konsistenz und Geschmack sind einfach fantastisch!

2. Welche drei Rezepte deines Blogs sollte man unbedingt nachkochen?
Brotwein / Sylvia: Da fallen mir so viele ein, da ist es wirklich schwer sich auf drei festzulegen!
Die Entenbrust mit Rotwein-Portwein-Sauce liebe ich seit vielen Jahren und es war eines der ersten Gerichte bei denen ich die Sauce in dieser Art selbst gemacht hatte. Als vegetarischen Herbst-/Winterklassiker liebe ich das Kürbis-Kartoffel-Gulasch mit saurer Sahne. Jetzt in der Apfelsaison kann ich den Elsässer Apfelkuchen empfehlen.

3. Welches deiner veröffentlichten Rezepte gibt es am häufigsten bei dir?
Brotwein / Sylvia: Mein Blog ist ja auch mein Rezeptebuch mit inzwischen über 570 Rezepten. Darum schlage ich regelmäßig darin nach, wobei es auch immer saisonale Klassiker und neueste beliebte Rezepte gibt.
Ein absolutes Muss ist jedes Jahr mehrmals Tartiflette. Das ist ein französischer Käse-Kartoffelauflauf, den ich seit meiner Studienzeit in Grenoble liebe. Bei den Salaten ist es ganz klar der israelische Tomate Gurke Salat, der durch Zimt, Minze und Koriander einfach perfekt wird. Bei den Broten gab es gerade wieder meine Klassiker Walnussbrot mit Sauerteig.

4. Hast du einen „Endgegner“ in der Küche, den du bisher noch nicht „besiegt“ hast bzw. an den du dich noch nicht rangetraut hast?
Brotwein / Sylvia: Es gibt so einige Endgegner, die ich noch nicht besiegt habe, da ich sie noch nie selbst ausprobiert habe. Da wären die klassische ganze Gans und Ente zu Weihnachten oder auch Sahne- und Cremetorten oder klassisches Sushi. Gans und Ente stehen aber dieses Weihnachten auf Liste. 🙂

Und nun viel Spaß beim Nachkochen!

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Zutaten für drei bis vier Portionen als Hauptgericht:
1 kg frischer Rosenkohl
4 EL Erdnussöl
2 Schalotten
1 TL Koriandersamen
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Kurkumapulver
1/2 TL gemahlener Zimt
2 Stück Sternanis im Ganzen
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 EL Fischsauce
1 Mandarine
400 ml Kokosmilch (entspricht einer Dose)
200 ml Geflügelbrühe (alternativ Gemüsebrühe)
Salz
1 handvoll Cashewkerne
4 EL gehackte Petersilie

Zubereitung:

Den Ofen auf 220 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Zunächst die Rosenköhlchen putzen. Hierzu ein kleines Stück des harten Stieles unten kappen sowie die äußersten Blätter entfernen. Die geputzten Kohlköpfchen längs halbieren und in einer Schüssel mit zwei Eßlöffeln des Erdnussöles und einem Teelöffel Salz marinieren und vermengen.

Die halben Rosenköhlchen auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene 25 Minuten backen. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit alle Köhlchen einmal wenden, sodass sie von allen Seiten etwas Farbe bekommen. Der Rosenkohl soll durchaus goldbraun angeröstet werden, jedoch nicht verbrennen. Je nach Ofen kann das etwas kürzer oder länger dauern – daher unbedingt ein Auge auf den Kohl haben.

Während der Rosenkohl im Ofen röstet, den Curryansatz vorbereiten: Hierzu die beiden Schalotten schälen und fein würfeln. Die Mandarine auspressen und den Saft auffangen. Koriandersamen und Pfefferkörner in einem Mörser grob zerstoßen.

Das übrige Erdnussöl in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig anschwitzen. Nun Koriandersamen, Pfefferkörner, Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt und Sternanis zugeben und mitbraten. Nun mit der Fischsauce und dem Mandarinensaft ablöschen. Nach ganz kurzem Aufkochen Kokosmilch und Geflügelbrühe zugeben und alles einmal aufkochen lassen.

Den gerösteten Rosenkohl nun in die aromatisierte Kokosmilch geben und alles kurz erwärmen. Derweil in einer Pfanne ohne Fett die Cashewkerne kurz anrösten bis sie duften. Die Kerne aus der Pfanne nehmen und grob hacken.

Das Rosenkohl-Curry auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit den gehackten Cashewkernen und der gehackten Petersilie bestreut servieren.

Guten Appetit!

Tipp: Wer das Rezept komplett vegetarisch/vegan möchte, kann statt Fischsauce auch salzarme Sojasauce und statt Geflügelbrühe Gemüsebrühe nutzen. Allerdings finde ich das geschmacklich schon einen gewissen Kick, mit Fischsauce und Geflügelbrühe.

Anmerkung: Dazu passt perfekt Reis oder diese Chapatis oder dieses Fladenbrot.

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

Rosenkohl-Curry mit Mandarine und ofengeröstetem Rosenkohl

4 Kommentare

  1. Ich bin zwar keine Frostbeule, aber ich nehme das Curry, und zwar pronto. Ich liebe Rosenkohl, und geröstet ist er am besten. Und dann noch Mandarine… wann soll ich da sein?

    • Danke, liebe Susanne! Ja, so mag ich Rosenkohl auch am liebsten.
      Da das Essen so unkompliziert ist, sag mir einfach ne halbe Stunde vorher Bescheid 😉

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