Rindssuppe mit Graupen und Gemüse – Familienrezept von meiner Oma

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse

Vor fast einem Jahr ging das bei euch, meine lieben Leser, erfolgreichste Rezept hier online:
Wie oft allein täglich die Dampfnudeln nach meiner lieben Oma Lieselotte angeklickt werden ist echt unfassbar. Ich zeige ihr immer mal wieder die Klickzahlen und auch die lieben Kommentare, die hier für das beliebte Rezept hinterlassen werden:

Dampfnudeln

Sie freut sich jedes Mal und kann es doch kaum glauben, weil es für meine Oma (Achtung, wir müssen jetzt alle stark sein!) „doch so ein einfaches Rezept ist, das man ja einfach aus dem Gefühl raus macht“. Okay, das geht halt eben nur, wenn man weiß wie.. 😉

Aber zurück zu meinem heutigen Beitrag – damals habe ich euch verraten, dass wir zu den Dampfnudeln eine herzhafte Suppe kombinieren. Am allerliebsten ist uns da die Rindssuppe mit Graupen und Gemüse, die meine Oma eben auch „aus dem Handgelenk“ kocht. Längst wollte ich sie euch hier mal zeigen.

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse

Und gerade jetzt, wo es draußen bitterkalt und eisig ist, hilft nix besser als Omas Rindssuppe – am besten natürlich noch mit den heißgeliebten Dampfnudeln ;-). Die Rindssuppe ist sehr geschmacksintensiv und wärmt wirklich Körper und Seele. Nicht nur, wenn man erkältet vor sich hin bibbert.

Das Grundrezept lässt sich auch toll vorbereiten und auf Vorrat einfrieren. Schmeckt (logischerweise) 1000mal besser als jede Fertigtütensuppe. Und dabei ist sie so einfach.

Ich war etwas unsicher, ob euch das Rezept interessiert, oder ob es nicht schon genug gute Familienrezepte im großen Internet gibt, aber diese Suppe hat so einen guten und einfach ehrlichen Geschmack, da sie ohne Schnickschnack auskommt. Hier ist daher das Rezept mit freundlicher Genehmigung meiner lieben Oma.

Und jetzt noch eine wichtige Frage: Interessieren euch noch mehr gute Familienrezepte, die schon von Generationen weitergegeben werden?

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse von Oma Lieselotte

Zutaten für einen wirklich großen Topf:
(die Brühe kann man aber prima auf Vorrat einfrieren)

Für die Suppenbasis:
2 mittelgroße, weiße Zwiebeln
1,5 kg Rinderknochen
1,5 kg Rindfleisch (z.B. falsche Lende), bereits pariert
1 EL Salz
1/2 EL schwarze Pfefferkörner
3 Lorbeerblätter
Suppengemüse (2 Karotten, 1/2 Stange Lauch, 1/2 Knolle Sellerie)

Für die Suppe pro Person als Hauptgericht für die Einlage:
50 g Graupen (mittelgrobe oder grobe)
2 Tassen Tiefkühl-Gemüse => geputzt, gewaschen & in mundgerechten Stücken (gemischt: Karotten, Erbsen, Bohnen, Sellerie)
alternativ frisches Gemüse nach Vorrat
ggf. Salz zum Abschmecken

Zubereitung:

Für die Rindssuppe zunächst die Zwiebeln mit Schale vierteln und in einem großen Topf ohne Fett anrösten von allen Seiten. Die Rindsknochen abspülen, gut abtropfen lassen und in grobe Stücke hacken. Die Rindsknochen ebenfalls in den Topf geben. Sollten nicht alle Stücke in den Topf passen, sodass alles genug Hitze abbekommt entweder in Etappen arbeiten und fertig geröstete Knochen aus dem Topf beiseite legen oder zusätzlich mit einer Pfanne zum Anrösten arbeiten.

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse

Es sollen durchaus Röstaromen entstehen, jedoch ein Auge darauf haben, dass nichts anbrennt. Meine Oma verwendet einen Emailletopf hierfür, das klappt tatsächlich wunderbar ohne Fett.

Sobald alle Zwiebel- und Knochenstücke angeröstet sind, alle Stücke in den einen Topf geben und das Rindfleisch obenauf legen. Das Ganze mit kaltem Wasser ablöschen. So viel Wasser hinzugeben, dass wirklich alles (inklusive Fleisch) bedeckt ist und einmal aufkochen lassen.

Nun Salz, Pfefferkörner und die Lorbeerblätter zerbröselt hinzugeben.

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse
Karotten, Lauch und Sellerie gründlich waschen, abbürsten und säubern. Das Gemüse in grobe Stücke schneiden und ebenfalls in den Suppentopf geben.

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse
Die Rindssuppe mit einem Deckel zudecken und bei ganz kleiner Flamme zwei Stunden köcheln lassen. Es soll nicht sprudelnd kochen.

Nach der Kochzeit ist die Suppenbasis fertig. Nun kann sie entweder abkühlen oder für den sofortigen Verzehr weiter verwendet werden. In jedem Fall entweder sofort oder nach dem Abkühlen die Rindssuppe durch ein Sieb geben und so alle festen Bestandteile herausfiltern. Die so gefilterte Rindssuppe wieder in den Topf geben (oder eben einfrieren).

Rindssuppe mit Graupen und Gemüse

Meine Oma lässt sie vollständig auskühlen und filtert dann erst, sodass wirklich jeglicher Geschmack aus Knochen und Gemüse in die Suppe gewandert ist.
Rindssuppe mit Graupen und Gemüse
Die herausgefilterten Bestandteile werden bis auf das Fleischstück entsorgt. Das Fleischstück wird fein gewürfelt beiseite gestellt für die spätere Suppeneinlage.

Die Rindssuppe wird wieder zum Kochen gebracht und die Graupen zugegeben. Je nach Graupensorte kann die Kochzeit differieren. Meine Großmutter nimmt am liebsten grobe Graupen, die ca. 30 Minuten kochen müssen. Die Graupen zugeben und 15 Minuten vor Ende der Garzeit das Tiefkühlgemüse unaufgetaut zugeben. Die Rindssuppe zu Ende garen und nun die gewürfelten Rindfleischstücke zugeben und in der Suppe erwärmen.

Die Rindssuppe mit Graupen und Gemüse nun auf vorgewärmte Teller verteilen und sofort servieren.

Anmerkung: Sowohl die Suppenbasis, also die gefilterte Suppe ohne feste Bestandteile, als auch die fertige Suppe kann eingefroren werden. Meine Oma hat immer einen Vorrat davon auf Lager, sodass auch bei wenig Zeit immer eine Suppe schnell zubereitet werden kann.

Tipp: Diese Suppe bzw. dieser Eintopf stellt mit Einlage eine vollständige Mahlzeit dar, jedoch essen wir diese Suppe auch äußerst gerne im Zusammenspiel mit Dampfnudeln und Vanillesauce.

10 Kommentare

  1. Das ist eine ziemlich klassische Rindersuppe – gerade durch die Graupen, von denen viele gar nicht wissen, dass es sie gibt. Wobei meine Oma ganz bestimmt kein Tiefkühlgemüse verwendet hatte 😉

    • Hallo Klaus-Peter,
      ja, hier darf es auch mal einen echten Klassiker geben ;-). Das Gute an Tiefkühlgemüse: Man kann auch außerhalb der Saison Bohnen, Erbsen und Co. frisch genießen, wenn man sie direkt nach der Ernte eingefroren hat. So muss man nicht auf Gemüse aus dem Gewächshaus oder gar von weit weg zurückgreifen ;-).

  2. Graupensuppe bzw. eher -eintopf ist seit jeher eines meiner liebsten Lieblingsgerichte. Damals bei meiner Oma wurde sie auf Eisbein und mit Mettenden gekocht, bei mir ist sie inzwischen auch mit Rindfleisch(brühe) oder oft sogar vegetarisch mit Gemüsebrühe.
    Kindheitserinnerungen pur, auch wenn ich sie inzwischen etwas „entfettet“ und „verschlankt“ habe.

    Ich finde überlieferte Oma- und Mamarezepte ganz toll und habe sie immer noch im Repertoire.

    Liebe Grüße
    Britta

    • Hallo liebe Britta,
      ja, da hast du so Recht! Mit diesem Geschmack verbindet man auch einfach Erinnerungen. Deshalb musste ich sie auch mal hier verbloggen :-).
      Danke für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße,
      Eva

  3. Also,mich kriegt man mit alten Familienrezepten immer, ich finde es spannend, welche Dinge von Generation zu Generation weitergegeben werden, und wie das dann doch in jeder Familie ein wenig anders gemacht wird.

  4. Omas Küche war doch schon immer die beste. Also habe ich mich auf das Rezept mal eingelassen und ich muss sagen, es ist eine Wucht geschmacklich.
    Gesund, wenig Kalorien und einfach lecker. Und das selbst Ansetzen der Basis hat Spaß gemacht und ein gutes Gefühl gebracht.
    Auch wenn man etwas Zeit braucht ist es sehr einfach umzusetzen.
    Frau und Kind hat es auch geschmeckt, also Daumen hoch.

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