Raclette hoch drei – Spannende Varianten für dein Pfännchen!

Raclette hoch drei

Dieser Beitrag enthält Werbung für Schweizer Käse.

Was es in meiner Kindheit an Heiligabend zu Essen gab, habe ich euch hier ja schon verraten! Raclette!

Höchste Zeit, dass es auch mal einen ganzen Blogbeitrag rund um Raclette bei mir gibt. Ich liebe es einfach in geselliger Runde um diese kleinen elektrischen Raclette-Öfchen gemütlich beisammen zu sitzen und gemeinsam stundenlang zu quatschen und seine eigenen Pfännchen mit Käse und allerlei anderen Leckereien zu bestücken. Sozusagen das Lagerfeuer für Warmduscher. Ich liebe es sehr. Weil diese Racletteofen natürlich auch immer so ein wenig Hitze abstrahlen, haben alle nach einer Weile (und vielleicht auch aufgrund des einen oder anderen Gläschens Wein ;-)) rote Bäckchen…

Der Ursprung des Raclette liegt in der Schweiz und ist da deutlich puristischer, als ich es mag: Normalerweise gehören zum geschmolzenen Raclette Suisse, der eigentlich vom großen Laib geschabt wird, maximal Pellkartoffeln und Cornichons. Der Käse ist absolute Hauptperson.

Tja, die Schweizer müssen bei mir mal wieder stark sein. Vor zwei Jahren durfte ich mit Zorra und Schweizer Käse zu den Swiss Cheese Awards und dort in der Jury sitzen. Hier und hier habe ich ausführlich berichtet. Spätestens seit diesem Besuch schaue ich auch beim Raclettekäse sehr viel genauer hin. Denn anständiger (= guter) Raclette Suisse schmilzt ganz zart und die Rinde ist, da sie unbehandelt und naturbelassen ist, ebenfalls essbar.

Raclette hoch drei

Aber kommen wir zum Inhalt der Pfännchen. Was bei meinen deutschen Landsleuten zu einem ordentlichen Raclette gehört, könnte teilweise unterschiedlicher nicht sein. Mittlerweile sind Raclette-Geräte auch häufig mit einer Grillplatte obenauf gerüstet, sodass nicht nur Pfännchen erhitzt werden können, sondern obenauf auch noch munter gebrutzelt werden kann. Mein Lieblingspfännchen (hab ich schonmal verraten) ist eigentlich ganz simpel, wenn auch bestimmt nicht jedermanns Geschmack und wehe einer lacht: Ananas aus der Dose mit Raclette Suisse. Ganz übel, ich weiß, aber das ist so ein Kindheitsding, dass ich wohl nie wieder rausbekomme ;-).

Was muss bei dir unbedingt ins Pfännchen???

Raclette hoch drei
Raclette hoch drei

Was bei uns definitiv vorhanden sein muss, um ordentlich Raclette zu machen: Pellkartoffeln, Schinken, Salami, Cornichons, gegarter Mais, süß-sauer eingelegte Maiskölbchen, gekochte Eier, sautierte Lauchringe, Speckwürfelchen, Paprika, Tomaten, Garnelen, Wachteleier (für Mini-Spiegeleier), kleine Würstchen, Ananas, Baguette.

Das Sortiment wird aber immer mal wieder ergänzt oder uns fällt noch eine neue kulinarische Schandtat ein. Ich hab es ja gesagt: Harte Zeiten hier für die Schweizer.

Aber für ein wunderbares Event von Zorra und Schweizer Käse soll es um kreative Pfännchen gehen. Da bin ich natürlich sowas von dabei und mir sind auch gleich wahnsinnig viele Kombinationen eingefallen, die ich unbedingt einmal ausprobieren wollte. Vielen Dank an das Päckchen von Schweizer Käse, das mich mit einem kleinen Raclette-Ofen und feinstem Raclette Suisse ausgestattet hat.

Letzten Endes habe ich mich auf drei Varianten eingeschossen, die ich euch heute vorstellen will. Es sind drei geworden, weil sie alle drei extrem lecker waren und ich mich gar nicht entscheiden konnte und wollte. Ihr müsst sie also wohl oder übel alle selbst ausprobieren, denn sie sind supergut, aber eben auch ganz unterschiedlich.

Raclette hoch drei

Hier mein Raclette Trio jeweils mit Raclette Suisse und…

… Orangenfilets, geröstete Brioche-Streifen, geräucherte Entenbrust
… süß-sauer eingelegter Kürbis, Kastanien, Johannisbeermarmelade
… Wachtelspiegelei, Paprika, Chorizo, Petersilie

Na, welche Kombination wäre dein Favorit?

Raclette hoch drei

Ich liebe ja das Aromenspiel und daher hab ich mir auch was einfallen lassen. Variante eins mit der Orange klingt vielleicht verrückt, ist aber extrem lecker, denn die Entenbrust harmoniert ganz hervorragend mit der Süße und Frische der Orange und die knusprigen Brioche-Streifen und der geschmolzene Raclette Suisse runden das Ganze ab…

Raclette hoch drei

Variante zwei mit selbst eingelegtem Kürbis gibt einen tollen Säurekick, der durch die milden, cremig-weichen Kastanien und der Süße der dunklen Johannisbeermarmelade aufgefangen wird. Den Kürbis kann man supereinfach einen Tag vorher bereits einlegen und er wird einfach nur richtig gut. Ich esse ihn auch pur nebenbei zum Raclette! Das Rezept verrate ich auch so schnell wie möglich.

Raclette hoch drei

Und die letzte Variante esse ich schon längere Zeit gerne, da ich die putzigen, kleinen Spiegeleier der Wachtel in den Pfännchen so mag – da passen knackige Paprikastreifen und die leicht scharfe Wurst perfekt dazu. Fast so wie ein kleines Bauernfrühstück. Nur eben als kleines Pfännchen-Häppchen!

Raclette hoch drei

Raclette hoch drei

Zutaten für je ein Pfännchen:
(je nachdem wie voll das Pfännchen sein soll die geringere oder die größere Menge einsetzen)

Variante eins – Orange-Brioche-Entenbrust:
1 Scheibe Raclette Suisse
3-4 ausgelöste Orangenfilets
2-3 Streifen Brioche (in etwas Butter von allen Seiten angebraten zuvor)
1-2 dünne Scheiben geräucherte Entenbrust

Variante zwei – Kürbis-Kastanien-Johannisbeermarmelade:
4-5 Würfel süß-sauer eingelegter Kürbis
3 gegarte und geschälte Kastanien
1/2 EL schwarze Johannisbeermarmelade (alternativ: Cranberry- oder Preiselbeermarmelade)

Variante drei – Wachtelei-Chorizo-Paprika:
1-2 Wachteleier (leicht mit der Messerspitze anpiksen, sodass man sie öffnen kann ohne den Dotter zu verletzen)
4-6 dünne Scheiben Chorizo (scharfe, spanische Paprikawurst)
3-4 dünne Streifen rohe, rote Paprika (entkernt)
1 TL frische, gehackte Petersilie

Zubereitung:

Variante eins: Raclette Suisse und Brioche in das Pfännchen geben. Warten bis der Käse den gewünschten Schmelzgrad erreicht hat. Orangenfilets und Entenbrust hinzugeben, kurz erwärmen und genießen.

Variante zwei: Sämtliche Zutaten inklusive Käse in das Pfännchen geben und warten bis der Käse den gewünschten Schmelzgrad erreicht hat. Genießen!

Variante drei: Zunächst die Wachteleier in das Pfännchen geben und als Spiegelei alleine braten. Stockt das Eiweiß merklich, die übrigen Zutaten zugeben und alles zusammen erhitzen bis der Käse den gewünschten Schmelzgrad erreicht hat. Guten Appetit!

Und jetzt: Viel Spaß beim Raclette!

Raclette hoch drei
Blog-Event CLXX mit Schweizer Käse - Kreative Raclette Pfännchen (Einsendeschluss 15. Dezember 2020)

6 Kommentare

  1. Hallo Eva,

    tolle Pfännchen hast Du da gezaubert. An Wachteleier habe ich auch noch gedacht, dann aber doch nicht mehr bekommen.

    Das Pfännchen werde ich mir auf jeden Fall merken, wobei das Brioche zur Ente auch toll ist…

    Und Kürbis haben wir auch gehabt, aber nicht süß-sauer, sondern kurz mit Thymian angebraten.

    Meine Entscheidung also: Ich nehme alle Pfännchen 😉

    • Hallo lieber Volker,
      danke dir! Ja, mit den Wachteleiern ist das nicht immer so einfach.
      Wenn es nach mir ginge, hätte ich ja schon längst so ein paar süße Wachteln zu Hause und eine eigene Produktion sozusagen ;-).
      Das klingt auch richtig lecker!
      Liebe Grüße,
      Eva

  2. Ich hoffe ich muss mich nicht für einen Favoriten entscheiden. Ich finde nämlich alle gaaaanz toll! Und ich hoffe, wir können wieder mal so ein Chäsreisli zusammen machen. 😉

    • Danke dir! Zum Glück schafft man ja in der Regel auch mehr als ein Pfännchen ;-).
      Danke, das würde ich mir auch sehr wünschen.

  3. […] Raclette hoch dreivon Eva Wagner, evchenkochtAller guten Dinge sind 3. Die liebe Eva stellt gleich 3 tolle kreative Pfännchen vor – Raclette Suisse mit – Orangenfilets, geröstete Brioche-Streifen, geräucherte Entenbrust oder süß-sauer eingelegter Kürbis, Kastanien, Johannisbeermarmelade oder Wachtelspiegelei, Paprika, Chorizo, Petersilie. Ich würde sagen eins ist besser als das andere! […]

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