Lebkuchencreme – die köstlichste Aufstrich-Erfindung!

Lebkuchencreme

Frohe Weihnachten wünsche ich dir!

Ich weiß. Das steht auf jedem verdammten Werbeblättchen, Pop up-Fenster oder Geschenkband, das irgendwo herumflattert. So früh wie nie wurde man dieses Jahr schon weihnachtlich zugespammed. Und das merke ich, obwohl ich zu den absoluten Weihnachtsfans gehöre. Ich liebe Weihnachten. Aber nicht ganz so laut, penetrant und gefühlt, wenn die Halloweenkürbisse noch nicht mal weggeräumt sind ;-)!

Und gerade deswegen wünsche ich von ganzem Herzen: Frohe Weihnachten! Und meine es auch genau so. Vergleichbar ist das mit dem obligatorischen “Wie geht’s dir?”, das eigentlich nur der Form halber vorgebracht wird. Ohne den Wunsch deines Gegenübers als ein knappes “Danke, gut.” Ich wünsche dir WIRKLICH schöne Feiertage, Ruhe, eine gute Zeit für dich und alle deine Lieben. Und natürlich auch ein bisschen was, was das (kulinarische) Herz erfreut!

Auch dieses Jahr darf ich ein Kalendertürchen sein bei DEM kulinarischen Adventskalender von Zorra! Dieses Mal gebührt mir die Ehre das letzte Türchen zu öffnen. Was ich bisher kredenzt habe, kannst du dir hier gerne mal anschauen! Und auch für dieses Jahr habe ich mir ein echtes Highlight aufgespart.

In jedem Fall solltest du dir auch alle anderen 23 Türchen ansehen. Immer wieder nur geniale Rezeptideen dabei. Und on top startet heute auch ein wunderbares Gewinnspiel im Rahmen des Kalenders. Die Gewinnspielfragen kannst du easy beantworten, wenn du dir die Türchen angeschaut hast ;-)!

Vielleicht kommt mein heutiges Rezept für dich in diesem Jahr “zu spät”, denn du hast schon alles gebacken und deine Geschenke sind längst verpackt. Oder der Tag des 24. heute ist für dich vollgepackt mit Arbeit oder noch 1001 Erledigungen, um es dann schön zu haben. Falls dem so ist, speichere dir das Rezept für die Lebkuchencreme einfach ab fürs nächste Jahr. Denn wenn du die einmal probiert hast, wirst du genauso süchtig sein wie wir hier :-)!

Die Basis dieser Lebkuchencreme ist die in Foodie-Kreisen mittlerweile recht populäre Dulce de leche, sozusagen karamellisierte, gezuckerte Kondensmilch. Falls du damit noch nicht in Kontakt gekommen bist: Das ist nicht nur ein Trend, sondern in vielen Ländern status quo auf dem Brot oder in Kuchen/Gebäck. Nur hier in Deutschland eigentlich nicht…
Bei uns gibt es sie fertig meist kaum zu kaufen, gelegentlich entdecke ich sie im osteuropäischen Supermarkt, aber auch im lateinamerikanischen/spanischen Bereich ist sie nicht wegzudenken. Mir ist die Dulce de leche auf meinen Reisen beispielsweise nach Kolumbien oder auch in Barcelona begegnet, aber natürlich auch bei Zorra. Von ihr habe ich gelernt, dass man das Zeug nicht nur fertig kaufen kann, sondern einfach gezuckerte Kondensmilch (z.B. Milchmädchen) in Dulce de Leche verwandeln kann.

Meine liebste Variante ist hierbei das Karamellisieren in der verschlossenen (!) Dose. Ja, total crazy, aber funktioniert astrein. Keine Sauerei und vor allem ist die Dulce de Leche dann auch superlange haltbar und du kannst mehrere Dosen auf einmal karamellisieren. Kein Umrühren. Kein Stress… lediglich ein paar Regeln müssen beachtet werden, dann ist das wirklich kinderleicht! Unten im Rezept erkläre ich das alles noch einmal detailliert, sodass nix schiefgehen kann!

Wenn du also diesen süßen Traum vor dir hast, kommt dazu noch etwas geschlagene Butter, Kakaopulver, eine Prise Salz und Lebkuchengewürz. Den wirklich letzten Kick bekommt dieser herrliche Aufstrich mit gerösteten Haselnüssen. Und glaub mir. Einfach geil!

Lebkuchencreme

Ich esse das Zeug am liebsten pur (guilty pleasures und so…), aber macht sich auch unfassbar gut auf Brot und Brötchen, auf dem Croissant oder Brioche, Pancakes, Waffeln, Muffins and soooo much more! Sogar in Eismasse wäre das Zeug ein Kracher.

Die meisten Menschen, die ich so kenne, stehen ja nicht so auf Haselnüsse. Beziehungsweise höre ich immer nur, dass andere Sorten bevorzugt werden. Aktuell ist wohl die Pistazie der heiße Scheiß (nicht nur dank Dubai Schokolade), aber solche Dauerbrenner wie Cashew oder Mandel sind irgendwie immer angesagter. Dabei ist die Haselnuss zwar das (vermeintlich) hässliche Entlein, ist dafür aber, wenn man sie richtig behandelt, nicht nur einfach regional verfügbar, sondern auch von einem unvergleichlichen Aroma.

Der Trick und die unabänderliche Bedingung ist wirklich: Rösten! Im Ofen! Meinetwegen auch in der Heissluftfritteuse! Völlig wumpe, aber genau dieser Prozess kitzelt wirklich alles an Geschmack aus den kleinen, runden Nusskernen. Und genau die verleihen grob gehackt dieser Creme einfach genau das kleine Etwas, das süchtig macht. Und sind wir ehrlich: Auch der allseits bekannte nussig-schokoladige Aufstrich aus dem Supermarkt, der gefühlt in jedem Haushalt rumsteht (und der durch Palmölgehalt und was auch immer schon häufiger eher negativ in die Presse geraten ist), enthält Haselnüsse. Eine verschwindend geringe Menge, die Jahr für Jahr aus Kostengründen immer weiter minimiert wird, aber die eben auch ein wenig echtes Aroma beiträgt. Sicherlich aus Gründen also. Wobei dieser Aufstrich im direkten Geschmacksvergleich böse abfallen würde, wenn man ihn mit dieser zarten, selbstgemachten Lebkuchencreme vergleichen würde.

 

Kulinarischer Adventskalender 2025 - Tuerchen 24

Lebkuchencreme

Übrigens: Wie kommt ihr denn zu einem Christbaum? Wir gehen den im Wald ja immer zu ausgewiesenen Zeiten selbst schlagen, aber es gibt ja viele Möglichkeiten. Ein künstlicher Baum wäre für mich undenkbar! Unserer steht meist auch noch weit bis in den Januar hinein und darf dann, wenn er endgültig ausgedient hat, noch zu einem duftenden Lagerfeuer mit Stockbrot werden…
Aber nicht nur woher man den Tannenbaum bekommt, ist ja ein großes Thema: Fast genauso wichtig ist ja, wie das Ding aussehen soll! Und da meine ich nicht nur die laaange Suche nach “unserem” Bäumchen. Alles ganz harmonisch (ohne Scheiß!), aber eben höchst konzentriert, weil unser Baum so groß sein muss, dass er gerade noch in unser Wohnzimmer passt. Auf gar keinen Fall darf es ein kleiner Baum sein :-)!
Dieses Jahr ließ mein Mann sich doch erweichen, obwohl das auserkorene Bäumchen circa 15 cm zu klein war. Aber eigentlich muss der Raum nach oben maximal genutzt werden!

Dann kommt die nächste Challenge: Das gerade Aufstellen und das gleichmäßig ästhetische Platzieren der Lichterkette. Jedes Jahr immer wieder ein Highlight. Bevor wir Eltern wurden, haben wir mit Freuden unsere Bäume immer selbst geschmückt. Seit die Mäuse laufen können, haben wir da wenig zu melden und dementsprechend werden die Christbäume auch manchmal sehr, sagen wir, speziell dekoriert. Da kann es schon mal sein, dass nur das untere Drittel überbordend behängt wird und oben ganz natur läuft. Wir sind aber tolerant. Hauptsache, alle haben Spaß! Aber bei einer Sache, lassen mein Mann und ich uns das Zepter nicht aus der Hand nehmen: Wenn es um die Deko der Baumspitze geht. Man könnte nun meinen, dass da vermutlich eine besonders schöne Christbaumspitze oder ein spezieller Stern hinmüsste. Nein. Ganz falsch.

Unsere Bäume werden alljährlich von einer winzig kleinen Nikolausmütze aus Stoff geziert. Zu unserem ersten Weihnachten vor vielen Jahren hatten wir tatsächlich keine und haben damals aus Jux einfach dieses Ding obenauf gesetzt. Tja, aber so kam es, dass es bei uns Tradition wurde. Und bis heute so bleibt!

Frohe Weihnachten!

Lebkuchencreme:
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (in der Regel 400 g)
250 g weiche, zimmerwarme Butter
2 TL Lebkuchengewürz
100 g Haselnusskerne

Zubereitung:
Zunächst muss die Milch karamellisiert werden. Die verschlossene (!) Dose in einen großen Topf mit Wasser geben, sodass der Topf großzügig mit Wasser bedeckt ist. Das Wasser zum Kochen bringen und dann 3 h köcheln lassen. Während des Kochvorgangs keinen Deckel auflegen und immer wieder kontrollieren, dass die enthaltene Dose permanent mit Wasser bedeckt ist.
Anschließend mit einer Zange die Dose entnehmen (Vorsicht, sie wird wirklich extrem heiß) und vollständig abkühlen lassen.
Ist die Kondensmilch vollends abgekühlt, kann die Dose geöffnet werden. Sie enthält dann karamellisierte Kondensmilch, auch als Dulce de Leche bekannt, und ist bräunlich- karamellfarben und etwas fester.

Die Haselnüsse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und die Nüsse für 20 Minuten rösten. Die gerösteten Haselnüsse aus dem Ofen nehmen und noch warm in einem sauberen Küchenhandtuch durch Reibung von den feinen Häutchen befreien. Die Haselnüsse fein hacken.

Die Butter mit dem Handrührgerät einige Minuten aufschlagen und dann die karamellisierte Kondensmilch zugeben. Lebkuchengewürz und gehackte Nüsse vorsichtig unterheben.
Die fertige Lebkuchencreme nun in sterilisierte Gläser geben und im Kühlschrank lagern.

Die Lebkuchencreme ist im Kühlschrank circa zwei Wochen haltbar.
Sie eignet sich hervorragend als leckerer Brotaufstrich, macht sich aber auch toll als Plätzchenfüllung, Muffinbelag und vieles mehr!

Lebkuchencreme

2 Kommentare

  1. Dulce de leche mit Lebkuchengeschmack, ja, das glaub ich gern, dass du das pur gerne löffelst.
    Und dass euer Baum eine Mütze bekommt, find ich putzig, sehr cool!

    Frohe Weihnachten von Herzen!

  2. Deine Creme liest sich wirklich verführerisch! Und hat zudem eine schöne kurze Zutatenliste, bei der man sich keine Sorgen machen muss. Das kommt auf die Liste für das nächst Jahr.
    Viele Grüße Sylvia

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