Kürbis-Haselnuss-Waffeln mit Joghurt und Blutorange

Kürbis-Haselnuss-Waffeln

Hab ich schon gestanden, dass ich irgendwie nicht so recht Lust habe auf #veganuary oder so Kram?! Und ganz sicher nicht, weil ich nicht auch der Meinung bin, dass wir alle weniger tierische Produkte nutzen sollten. Aber dafür brauche ich keine (mittlerweile von der Lebensmittelindustrie adaptierte) Parole. Das versuche ich einfach so. Das ganze Jahr über… Gelingt häufig ziemlich gut. Wir essen wirklich nur wenig und dann hauptsächlich Fleisch aus der Region. Was mir (leider) sehr schwer fällt geschmacklich auf so Dinge wie Butter, Käse und Eier zu verzichten. Aber zumindest reduzieren klappt auch an der Stelle oft :-).

Wobei ich kürzlich schmunzeln musste. Am 2. Januar waren wir als kleine Familie wie so oft an freien Tagen gemeinsam im Wald an einem kleinen See und daneben gelegenem Abenteuerspielplatz. Dort sind wir auch sonst meist einmal die Woche. Normalerweise ist da kaum was los. Wie auch auf anderen Spielplätzen gefühlt kaum Kinder. Ich weiß auch nicht, was die anderen Eltern so mit dem Nachwuchs anstellen. Ich finde, dass ein bissl Frischluft für alle Familienmitglieder sinnvoll ist. Egal zu welcher Jahreszeit. Tja, und explizit an diesem Tag war dort die Hölle los. Obwohl es arschkalt war. Lag wohl daran, dass viele Familien gute Vorsätze hatten. Ich erwähne jetzt nicht, dass wir dann ein paar Tage später wieder das alte Szenario gesehen haben. Kein Mensch da. Obwohl das Wetter sogar besser war und auch Wochenende… Ist ein bisschen wie mit den neu abgeschlossenen Mitgliedschaften fürs Fitnessstudio. Die Motivation ist stark limitiert.

Ich habe mir fürs Jahr 2022 ein paar sinnvolle Vorsätze vorgenommen. Unter anderem: Mehr Waffeln backen! Viel an der frischen Luft sind wir offensichtlich ja schon ;-).

Mit diesem Vorsatz im Kopf ist es zu diesen superfluffigen, zarten Kürbis-Haselnuss-Waffeln gekommen. Pur schon ein Gedicht! Weil ich die Kombi mag, gab es noch etwas cremigen, griechischen Joghurt und frische Blutorange dazu. Aber auch ein Kügelchen Eis oder sowas würde ich dazu nicht von der Tellerkante stoßen.

Kürbis-Haselnuss-Waffeln

Die Vorlage bzw. das Grundrezept habe ich hier entdeckt. Etwas verändert kam es dann auch in mein belgisches Waffeleisen für diese fetten Riesenwaffeln. Voll lecker! Die ganze Wohnung hat danach geduftet… Also muss das Rezept hier dringend verewigt werden.

In diese Waffeln kommt ordentlich Kürbispüree. Das stelle ich mittlerweile auf Vorrat her und friere es portionsweise ein. So hat man für solche (Waffel-)Späße oder auch für Pumpkin-Pancakes immer was da. Und wenn man das im Haus hat, sind die Kürbis-Haselnuss-Waffeln wirklich ein Klacks. Der Teig ist etwas flüssiger als die meisten (klassischen) Waffelteige, daher Obacht und nicht zu viel ins Waffeleisen geben und natürlich gründlich und sorgfältig einfetten. Aber wer die Dinger einmal probiert hat: SOOOOOOOOOOOOOOOO gut!

Kürbis-Haselnuss-Waffeln
Kürbis-Haselnuss-Waffeln

Die Gewürze erinnern finde ich nicht wirklich an Weihnachten, geben aber den Waffeln einen tollen Kick! Und sie sind so zart! Für den Nachwuchs habe ich auch das Experiment gewagt und ein Teil des Waffelteiges als kleine Pfannküchlein in der Pfanne gebraten. Hat sensationell funktioniert und auch genauso super geschmeckt! Also falls das Waffeleisen bei dir grade zu gut weggepackt ist… 🙂

Einfrieren für den Vorrat kann man übrigens diese Kürbis-Haselnuss-Waffeln auch. Kurz auftauen lassen und dann zart im Toaster nochmal aufbacken, dann hat man wieder spontane Waffelfreude!

Hier gibts das Rezept für die Kürbis-Haselnuss-Waffeln.

Welche Waffeln sollte ich 2022 noch dringend ausprobieren?

Kürbis-Haselnuss-Waffeln

Kürbis-Haselnuss-Waffeln mit Joghurt und Blutorange

Zutaten für ca. 6 große, dicke Waffeln (belgisches Waffeleisen):
3 Eier (Größe M)
3 EL brauner Zucker
200 g Kürbispüree (Hokkaidokürbis geschält und entkernt gerade so lange in Wasser kochen bis er weich ist und anschließend pürieren; ich mache immer auf Vorrat einen ganzen Kürbis und friere in 100 g-Portionen ein)
100 ml Milch
100 g gemahlene Haselnusskerne
40 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Backpulver
2 gehäufte EL Golden Milk Gewürzmischung (fertige Mischung, aktuell nutze ich die von Rimoco oder selbstgemacht wie hier bei meinem Golden Milk Cheesecake zum Beispiel, alternativ passt auch toll Pumpkin Spice)
2 frische Blutorangen mit unbehandelter Schale (benötigt wird die Schale hier – das Fruchtfleisch kommt als Topping auf die Waffel)
etwas Öl zum Fetten des Waffeleisens

zusätzlich:
150 g griechischer Joghurt
Fruchtfleisch der Blutorangen von oben

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine schaumig aufschlagen. Kürbispüree und Milch unterziehen. Haselnusskerne, Mehl und Backpulver sowie Gewürzmischung zügig unterheben. Die Schale der Orange dünn abreiben und ebenfalls zugeben. Die Orangen anschließend filettieren und die Filets beiseite stellen.

Den Teig nun ca. 10 Minuten stehen lassen. Das Waffeleisen aufheizen und vor jedem (!) Backgang gründlich einfetten. Der Teig ist etwas flüssiger als die meisten Waffelteige – das Eisen also nicht überfüllen. Die Waffeln backen, vorsichtig herausnehmen und noch lauwarm mit dem Joghurt und den Blutorangenfilets servieren.

Tipp: Übrigens kann man diese Waffeln hervorragend einfrieren und wieder auftauen. Und wer kein Waffeleisen zur Hand hat oder es nicht anwerfen will: Man kann den Teig auch superschön als kleine Mini-Pfannküchlein in einer gefetteten Pfanne braten. 🙂

Kürbis-Haselnuss-Waffeln

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