Kichererbsensuppe mit gebratenen Zucchini, Dukkah und Fladenbrot

Kichererbsensuppe mit gebratenen Zucchini, Dukkah und Fladenbrot

Bei uns zu Hause gibt es unterschiedliche Koch-Konstellationen: Mal kocht mein Mann, mal nur ich und manchmal ist es auch ein Gemeinschaftsprojekt.

Jeder hat so seine Stärken und Vorlieben, die dann dementsprechend in den Vordergrund treten. Soll heißen, dass wenn ich koche, es seltenst Schnitzel und Schweinelende gibt. Und wenn Herr W. kocht, werden sicher keine Kichererbsen verwendet. Warum um manche Lebensmittel ein Bogen gemacht wird, ist mir nicht immer klar, aber allein meine Ankündigung, dass ich mal wieder Hummus (aus Kichererbsen) machen könnte eher Ausrufe wie „Können wir nicht was anderes essen?“ provozierte, ließ mich doch nachdenklich werden.

Und dann ist mir aufgefallen, dass ich gefühlte Ewigkeiten keine Suppe mehr gekocht habe. Weder hier im Blog noch stillschweigend im wahren Leben. Herr W. gehört zu der netten Sorte Partner, die sich dann die neue Ankündigung „Okay, Schatz, es gibt dann halt jetzt Kichererbsensuppe.“ ohne Meckern anhört, aber das Ganze (= Essen) erstmal auf sich zukommen lässt. Wenn ich selbst mit dem Ergebnis nicht zufrieden wäre, gibts eben schnell ein paar Nudeln mit Pesto.

Gerade ein solcher Momente der quasi nicht existenten Erwartungshaltung an ein Abendessen hat mich dann erst Recht motiviert. Wollen wir doch mal sehen, ob ich nicht eine Kichererbsensuppe hinbekomme, die uns beiden schmeckt.

Okay, in Sachen psychologischer Kriegsführung lernt man in so einer Beziehung ja auch einiges, also erstmal wohlduftendes Fladenbrot angesetzt und gebacken. Wenn es so in der Küche riecht, dann kann man wenigstens mit Sicherheit sagen, dass die Suppe (egal, wie sie denn munden wird) mit etwas Leckerem aufgedippt werden kann. Sorgt schonmal für positive Grundstimmung.

Also falls es da draußen noch mehr kochende Menschen geben sollte, die sich mit solchen Lebensmittelvorbehalten (bzw. ihrer Partner) betroffen fühlen: Immer positive Begleiter finden. Fast so wirkungsvoll wie früher bei Kindern: „Wenn du brav den Brokkoli isst, dann gibts auch Nachtisch!“ Nein, mal Spaß beiseite.

Ich wollte ja auch eine gute Suppe zu Abend essen. Und ich kann euch sagen – es hat funktioniert. War sogar einfacher, als gedacht! Natürlich macht sich diese cremige Kichererbsensuppe besonders gut mit den gebratenen Zucchinischeibchen darin (ein bisschen Biss), den zurückbehaltenen Kichererbsen (auch für den Biss und die Optik), den Granatapfelkernen (kleiner Farbklecks und schöne Säure) und vor allem aber einer meiner liebsten Gewürzmischungen – Dukkah!

Kichererbsensuppe mit gebratenen Zucchini, Dukkah und Fladenbrot

Dukkah ist eine exotische Nuss-Gewürzmischung, die ich sehr liebe. Es gibt sie bereits fertig zu kaufen in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen oder man kann sie natürlich auch selbst mischen.

Den Teller dieser Suppe kann man übrigens trotzdem hervorragendst mit dem Fladenbrot auswischen. Bei uns ist das jedenfalls erlaubt und erwünscht.

Witzigerweise ist mir hinterher aufgefallen, dass ich (mal wieder) versehentlich vegan gekocht habe. Also wer satt und glücklich werden möchte und dazu sich noch was Gesundes antun möchte, dem sei diese Kichererbsensuppe geraten.

Noch ein kleiner Hinweis: Kennt ihr schon mein monatliches evchenbriefchen? Das ist mein kostenloser Newsletter mit allen Infos und interessanten Infos rund um evchenkocht. Unbedingt anmelden!

Kichererbsensuppe mit gebratenen Zucchini, Dukkah und Fladenbrot

Kichererbsensuppe mit gebratenen Zucchini, Dukkah und Fladenbrot

Achtung: Kichererbsen am Vorabend bzw. mindestens 6 h vor dem Kochen in kaltem Wasser einweichen!

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht oder vier Personen als kleine Vorspeise:
300 g getrocknete Kichererbsen
1 kleine Zwiebel
2 EL Olivenöl
1,5 l Gemüsebrühe
2 kleine Zucchini
3 EL Dukkah-Gewürzmischung
1/2 Bund frische, glatte Petersilie
1 handvoll Granatapfelkerne
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salz

Zubereitung:

Die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser übergießen. Die Kichererbsen mindestens 6 h, alternativ über Nacht einweichen lassen. Nach der Einweichzeit das Einweichwasser abgießen.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einem ausreichend großen Topf einen halben Eßlöffel Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Die Gemüsebrühe zugeben und aufkochen lassen. Die eingeweichten Kichererbsen zugeben und ca. 75 Minuten weichkochen lassen.

Währenddessen gemütlich etwas anderes machen oder im Zeitlupentempo bereits die Zucchini waschen, von Stiel- und Blütenansatz befreien, halbieren und in dünne Scheibchen schneiden.

Das übrige Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchinischeiben von allen Seiten goldbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die fertigen Zucchini beiseite stellen.

Die Petersilie waschen, vorsichtig trocken tupfen und die Blättchen von den Stielen zupfen. Die Petersilie fein hacken.

Sobald die Kichererbsen weich sind, einige davon aus der Suppe nehmen (für die Dekoration, wenn man denn möchte) und die übrige Kichererbsensuppe gründlich mit einem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kichererbsensuppe in vorgewärmte Teller geben und mit den gebratenen Zucchini, den beseitegestellten Kichererbsen, der Petersilie und den Granatapfelkernen garnieren. Mit etwas Dukkah bestreuen und sofort servieren.

Guten Appetit!

Kichererbsensuppe mit gebratenen Zucchini, Dukkah und Fladenbrot

Übrigens: Wer noch Lust auf dieses tolle Fladenbrot hat, dass sich auch hervorragend zu gegrilltem Fleisch oder ähnlichem macht. Das Rezept hab ich mir bei der lieben Sandra gemopst, die sich das ausgedacht hat. Richtig fein! Am besten noch lauwarm…

Hier auch ihr Rezept (mit kleinen Änderungen von mir):

No-Knead-Fladenbrot nach Sandra

Zutaten für 1 Fladenbrot:

350 g Wasser, lauwarm
3 g Trockenhefe
11 g Salz
10 g Zucker, weiß
20 g Olivenöl
415 g Weizenmehl Typ 550
1 Eigelb
jeweils 1 EL Sesamsamen/Schwarzkümmelsamen zum Bestreuen

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer ausreichend großen Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für 1-4 Std. gehen lassen. Der Teig kann nun direkt verarbeitet werden oder alternativ für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank.

Den Backofen rechtzeitig auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig auf dem Backpapier verteilen und auf etwa 1-1,5 cm flach streichen. Mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.

Das Fladenbrot im Ofen für etwa 20-30 Minuten backen, je nach gewünschter Bräune.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.