Charentais-Bohnensalat mit Schafskäse und fermentiertem Kampotpfeffer – und eine tolle Gewürz-Connection in Saarbrücken

Charentais-Bohnensalat

Es wäre sicherlich realistisch zu behaupten, dass das hier keine ganz so kleine Gewürzschublade ist. Die nebenbei bemerkt auch mal wieder entrümpelt bzw. aufgeräumt gehört:

Gewürzschublade

Zu meinem Bedauern muss ich nämlich heute gestehen, dass das nur die wichtigsten Gewürze sind. Es gibt da noch eine Box mit allem, was in diese Schublade nicht mehr gepasst hat… Auf jeden Fall finde ich immer noch ein Plätzchen für feine Gewürze! Andere Frauen können nicht widerstehen bei schönen Handtaschen oder Schuhen. Ich werde schwach bei ausgefallenen und qualitativ hochwertigen Gewürzen.

So kommen wir auch zum heutigen Beitrag. Mein Mann muss mich sehr mögen, denn als er „Rimoco“ in Saarbrücken entdeckte, hat er mir trotzdem davon erzählt. Sogar mit dem Hinweis, dass wir/ich doch da auch mal hinfahren sollten. Ein guter Gewürzhändler in „Wurfdistanz“ – das sollte man sich doch anschauen. Ihr könnt euch denken, wie das ausgegangen ist…

So stand ich also in dem ausgesprochen hübschen Laden (wobei es das nicht wirklich beschreibt – aber seht selber).
Rimoco Gewürzmanufaktur
Die Jungs und Mädels von Rimoco hatten aber zum Glück Verständnis für neugierige Blogger wie mich und ich durfte an vielen Töpfchen schnuppern und sie stillten meinen Wissensdurst. Vielen Dank an dieser Stelle an das liebe Team von Rimoco!
Rimoco Gewürzmanufaktur
Das ist jetzt schon einige Monate her. Und ständig ging bei mir die Post ab (manchmal aus guten, manchmal aus sehr, sehr traurigen Gründen), sodass dieser Beitrag hier schon längst überfällig ist. Ich habe mich nämlich entschlossen, dass ich auch meinen Lesern hier von der geilen Gewürz-Connection erzählen muss.
Rimoco Gewürzmanufaktur

Warum es wichtig ist, wo man seine Gewürze kauft? Ich erklär es mal am Beispiel von Rimoco: Sie fahren tatsächlich auch dorthin, „wo der Pfeffer wächst“ und schauen sich an, wo was herkommt. Sie verwenden keine Rieselhilfen. Bis vor einiger Zeit hatte ich keinen Plan, was das überhaupt sein soll, aber tatsächlich verwenden (auch viele namhafte) Hersteller ein bisschen was „dazu“, dass Gewürze nicht klumpen. Sieht dann zwar besser aus, will aber eigentlich keiner im Essen haben. Des Weiteren vermeide ich eher Gewürzmischungen. Ich weiß lieber selber was drin ist bzw. ich reingetan habe, allerdings bin ich in diesem Gewürzlädchen auf geniale Mischungen von Dukkah, einer arabischen Würzmischung, und auch Jamaican Jerk BBQ gestossen. Da mach ich dann doch ne Ausnahme! Extrem gut! Die Gewürze für die Mischungen werden direkt vor Ort gemahlen und abgefüllt.
Rimoco Gewürzmanufaktur

Besonders hervorzuheben ist auch die tolle Qualität und die schmeckbare Frische der Gewürze. Kriegsentscheidend für jeden, der Gewürze verwenden möchte!

Rimoco GewürzmanufakturÜber ein Gewürz, das ich von dort mitgebracht habe, habe ich mich am allermeisten gefreut: Fermentierter Kampotpfeffer!
Macht euch keine Gedanken, wenn ihr jetzt nicht sofort wisst, was das denn schon bitte wieder sein soll… Also der Reihe nach: Kampotpfeffer ist ein sehr edler und seltener Pfeffer aus Kambodscha und es gibt ihn in den Farben weiß, rot und schwarz. Er ist so schon ein tolles Gewürz, das ich sehr schätze, aber in der fermentierten Variante find ich ihn besonders spannend. Durch eine salzige Fermentation sind die Pfefferkörner nämlich weich und das Aroma wird noch etwas intensiver…
Charentais-Bohnensalat

Weil ich diesen Pfeffer so genial finde, hab ich ihn mal in diesem Salat hier ausprobiert: Die Kombination von Melone und weißen Bohnen habe ich mal in einer Suppe bei Kolja Kleeberg probiert, aber in einem Salat in Verbindung mit Schafskäse, Petersilie und besagtem, fermentiertem Kampotpfeffer konnte ich mir das ganz gut vorstellen.
Charentais-Bohnensalat

Falls euch diese Vorstellungsgabe gerade fehlt: Es war sensationell lecker! Die Kombination ist sicher nicht 08/15, aber so verdammt gut. Die frische Süße der Melone, die übrigens eine spezielle Züchtung der Canataloupe-Melone ist, und das cremig-weiche der Bohnen kombiniert mit der salzigen Pfefferschärfe und dem cremigen Schafskäse… so richtig gut! Genau das richtige Essen, um den Sommer zu verabschieden ;-).

Charentais-Bohnensalat

Wer jetzt auch zur Gewürz-Connection will, der muss hier entlang. Hinfahren lohnt sich auch echt – man kann alles probieren und kommt so erst Recht auf gute Ideen:
Rimoco Gewürzmanufaktur
Talstr. 48
66119 Saarbrücken
0681/93583801

Aber jetzt gibts auch endlich das Rezept:

Charentais-Bohnensalat mit weißen Bohnen, Schafskäse und fermentiertem Kampotpfeffer

Zutaten für eine Schüssel, ausreichend für 4 Personen als Vorspeise:
250 g gekochte, weiße Bohnen (aus der Dose/Abtropfgewicht)
1 sehr reife Charentais-Melone (alternativ Cantaloupe-Melone)
4 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
1 TL Johannisbeergelee
1,5 TL mit Salz fermentierter, schwarzer Kampotpfeffer ODER
(1 TL Salz und Pfeffer aus der Mühle)
100 g Schafskäse
1/2 Bund frische Petersilie

Charentaismelone

Zubereitung:
Die Bohnen kurz mit fließendem Wasser abbrausen und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

Die Melone halbieren und die Kerne mit einem Löffel herausschaben. Nun mit einem Kugelausstecher das Fruchtfleisch kugelförmig ausstechen bis beide Hälften ausgelöst sind.

Die Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter fein hacken.

Aus Olivenöl, Apfelessig und Gelee ein Dressing anrühren. Die Bohnenkerne und die Melonenkugeln in eine Salatschüssel geben und mit dem Dressing übergießen. Den Schafskäse mit den Händen darüber zerkrümeln und auch die gehackte Petersilie darüber streuen.

Nun den salzigen Kampotpfeffer darüber streuen (alternativ Salz und Pfeffer zugeben). Den Melonensalat gründlich vermengen und sofort servieren.

Anmerkung: Die Gewürze von Rimoco wurden mir zum Testen freundlicherweise kostenlos überlassen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Der Beitrag ist unabhängig davon und aus eigener Motivation ohne Vergütung entstanden.

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