Zucchini-Gnocchi mit halbgetrockneten Tomaten, Basilikum und Parmesan

Ihr wollt Sommer auf dem Teller? Ihr habt haufenweise Zucchini und wisst schon nicht mehr wohin damit?

Tja, genau diese Fragen haben sich mir vor ein paar Tagen auch gestellt und ich habe in einem Kochbuch mal von Gnocchi mit Zucchini im Teig gelesen… Klar, dass ich das mal austesten musste! Erschwerend kam noch hinzu, dass uns liebe Freunde aus dem Urlaub direkt aus Meran herrlichsten, alt-gereiften Parmesan mitgebracht haben. Der brauchte natürlich würdige Begleitung!

Zucchini-Gnocchi mit halbgetrockneten Tomaten, Basilikum und Parmesan

Bella Italia auf dem Teller sozusagen und zusätzlich noch die leckeren (aber eben in Rudeln auftretenden) Zucchini vernichtet!
Erfreulicherweise gibt es im Sommer ja aber auch leckere Tomaten frisch aus dem Garten, sozusagen noch sonnenwarm, dass man große Lust hat auch aus ihnen was Leckeres dazu zu zaubern. Eine einfache Tomatensauce war mir diesmal zu langweilig. Ich hatte von selbstgemachten, halbgetrockneten Tomaten bei Claudia gelesen und bin nun endlich dazugekommen das auch mal zu testen.

Halbgetrocknete Tomaten

Fazit dieses Gerichtes: Sommer pur und einfach so lecker!!!! Wie ein kleiner kulinarischer Urlaub nach Italien!

Die Zucchini-Gnocchi waren echt eine tolle Variante des Klassikers – sogar mit leichtem Grünstich durch die Zucchini! Und ich werde auch defintiv die Tomaten nach der unten beschriebenen Methode auf jeden Fall wieder so zubereiten: Ohne Zugabe von Öl werden die Tomaten zu wahren Aromabomben und noch viel konzentrierter im Geschmack! Maximales Aroma, das bestimmt auch toll in eine Tomatensauce, auf eine Pizza oder auch in eine Focaccia passt! Hier ist mein detailliertes Rezept für euch, sodass eure Zucchini-Gnocchi genauso lecker werden! Also nicht abschrecken lassen, dass Gnocchi ein bisschen mehr Arbeit sind – es lohnt sich! Und notfalls eben die doppelte Menge zubereiten, dann hat man für den nächsten Tag gleich vorgesorgt 😉

Zucchini-Gnocchi mit halbgetrockneten Tomaten, Basilikum und Parmesan

Zucchini-Gnocchi mit halbgetrockneten Tomaten, Basilikum und Parmesan

Zutaten für vier Personen als Hauptgericht:

800 g mehligkochende Kartoffeln
400 g Zucchini (entkernt gewogen)
100 g Weizenmehl
50 g Kartoffelmehl
150 g Hartweizengrieß
1 EL Speisestärke
2 Eier (Größe M)
Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebene Muskatnuss
Salz
etwas Weizenmehl für die Arbeitsfläche
4 EL Butter

Für die halbgetrockneten Tomaten:
400 g Cocktailtomaten
1/2 EL Zucker
1/2 TL Salz
1 EL getrocknete, gehackte Kräuter (Mischung aus: Rosmarin, Thymian, Oregano, Bohnenkraut)

Für das Anrichten:
einige Zweige frischer Basilikum
50 g Parmesan (frisch gehobelt)
Pfeffer aus der Mühle
Salz

Zubereitung:

Die Tomaten abends zuvor vorbereiten: Den Ofen auf 225 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Für die halbgetrockneten Tomaten, die Tomaten waschen, abtrocknen und halbieren. In eine große Auflaufform oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech mit der Schnittfläche nach oben nebeneinander setzen. Mit Zucker, Salz und den Kräuter bestreuen.

Nun die Tomaten auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen. Den Ofen schließen und ausschalten. Die Tomaten über Nacht im verschlossenen Ofen stehen lassen.

Für die Gnocchi die Kartoffeln schälen, in Spalten schneiden und im kochenden Salzwasser wie Salzkartoffeln in etwa 20 Minuten weich kochen. Zucchini waschen, abtrocknen und mit einem Löffel die Kerne in der Mitte herausschaben. Die Zucchini ebenfalls in Spalten schneiden und in ca. 10 Minuten in einem separaten Topf weichkochen.

Die Zucchini nun in ein Sieb geben und mit einem Löffel etwas andrücken und so möglichst viel Wasser herauspressen. Alternativ kann man die Zucchini auch in einer Kartoffelpresse etwas andrücken, sodass nur die Flüssigkeit (und nicht das Fruchtfleisch) herausgedrückt wird. Den „entwässerten“ Zucchinibrei nun mit einem Pürierstab glatt pürieren.

Die Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und noch lauwarm durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel pressen. Das pürierte Zucchinigemüse zufügen. Nun die beiden Mehle, Grieß, Speisestärke und Eier zufügen. Mit Pfeffer, Muskat und Salz würzen. Bei dem Mehl lieber nach und nach zugeben und alles vermengen, dass der Teig nicht zu trocken wird. Der Teig sollte weich und noch ein bisschen klebrig sein, aber doch so stabil, dass er bindet. Lieber mit weniger Mehl anfangen und nach und nach die Menge erhöhen, sodass man sieht, ob die Mehlmenge schon ausreicht. Falls der Teig doch mal zu trocken gerät, kann mit einem zusätzlichen Ei nachgeholfen werden und die Mehlmenge dann vorsichtigst angepasst werden. Wenn man sich bezüglich der Teigkonsistenz unsicher ist, hilft es auch zwischendurch einfach einen „Probe-Gnocchi“ zu machen. Wenn dieser der Kochprobe standhält ohne zu zerfallen, ist der Teig genau richtig.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Aus dem Teig nun auf einem großzügig bemehlten Brett dicke Rollen formen und ca. einen Zentimeter dicke Scheiben abschneiden. Wer möchte, kann den kleinen Gnocchi noch mit einer Gabel den typischen Look mit den Rillen eindrücken.

Die Gnocchi nebeneinander legen und in dem nur noch siedenden Salzwasser 3-5 Minuten gar ziehen lassen bis sie an die Oberfläche steigen. Die fertigen Gnocchi mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen.

Den Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen und fein hacken.

In einer separaten Pfanne die Butter schmelzen lassen. Die abgetropften Gnocchi nun in die Pfanne geben und einige Minuten unter Wenden anbraten. Die gehackten Basilikumblätter und die vorbereiteten Tomaten zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Gnocchi auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit dem Parmesan bestreut sofort servieren.

Anmerkung: Leider kann ich euch (noch) nichts zur Haltbarkeit der Tomaten sagen – wir haben sie restlos aufgegessen, aber es hat sich richtig gelohnt!!!

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