Weißes Kaffeeeis mit Schokoladenküchlein

36 Grad und es wird noch heißer… Tja und was macht man an so einem Tag: Genau, man wirft am besten, wenn man direkt unter dem Dach wohnt, den Backofen an 😉

 

Liebe Freunde kamen zu Besuch und da musste ich mich mit Herrn W. natürlich wieder in der Küche austoben – ungeachtet der „Arbeitstemperaturen“ selbstverständlich! Ich mag die Kombination heiß und kalt bei Dessert und auch wenn unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen auf dem Teller sind. Aber gerade Temperaturunterschiede „auf“ dem Teller können beim Servieren spannend werden… Erschwerend dabei die sommerlichen Temperaturen :-)! Aber es hat sich gelohnt!

 

Diesmal habe ich einen heißgeliebten Klassiker – das Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern – mit einem weißen Kaffeeeis kombiniert. Ein jahreszeitenunabhängiges Dessert und gebt es doch zu: Eis und Schoki geht immer!

 

Mein Rezept für das Küchlein ist auch gerade deshalb sehr praktisch, weil ich es gerade an geselligen Abenden nicht so sehr mag noch ewig in der Küche rumzuhantieren und lieber Zeit mit meinen Freunden verbringe. Da ist es natürlich wenig förderlich, wenn man erst noch den Teig direkt nach dem Hauptgang zubereiten muss… Deshalb hier ein Rezept für euch, dass sich gut und gerne vor dem Zusammensein zaubern lässt.
Und meine neue beste Freundin die Eismaschine ist natürlich auch mit von der Partie 🙂

 

Das weiße Kaffeeeis hat seinen Namen daher, dass die Kaffeebohnen nur kalt in der Eismasse ziehen, sodass das Eis ein sehr schönes Kaffeearoma hat, aber nur minimal Farbe annimmt. Das macht sich dann gut als Kontrast zum Küchlein.

 

Viel Spaß beim Nachmachen!

 

 Weißes Kaffeeeis mit Schokoladenküchlein
Weißes Kaffeeeis mit Schokoladenküchlein

 

Zutaten für 6 Personen als Dessert:
Für das Kaffeeeis:
500 ml Schlagsahne
120 g Zucker
80 g Kaffeebohnen
4 sehr frische Eigelb

 

Für das Schokoladenküchlein:
150 g dunkle Schokolade (Zartbitter)
130 g Butter
130 g Zucker
3 Eier
3 Eigelb
1 EL Vanillezucker
130 g Mehl

 

Zubereitung:

 

Für das Kaffeeeis die Bohnen mindestens 24 h vor der Eisbereitung in der Sahne einlegen und kalt ziehen lassen im Kühlschrank. Die Bohnen dann abseihen und die Sahne nun in einem Töpfchen aufkochen lassen. Derweil die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen. Die aufgekochte Sahne etwas abkühlen, sodass sie nicht mehr kochend heiß ist (sonst gibt es kein Kaffeeeis, sondern Rührei mit Kaffeegeschmack) und nun in dünnem Strahl direkt zur Ei-Zucker-Mischung geben und dabei mit dem Schneebesen kräftig schlagen. Im Eiswasserbad die Masse nun etwas herunterkühlen und im Anschluss für ca. 1-1,5 h in die Eismaschine geben und gefrieren lassen. Nun das Eis zwischenlagern im Gefrierfach. Dieser Schritt kann auch gut einige Stunden vor dem Servieren geschehen.

 

Für die Küchlein nun feuerfeste Keramikförmchen gründlich von innen mit Butter ausstreichen und mit Zucker ausstreuen. So lassen sich die Küchlein besser stürzen und das Küchlein hat durch leichtes Karamellisieren der äußeren Schicht eine bessere (und leckere) Stabilität. Den Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

 

Für die Küchlein die Schokolade mit der Butter in einem Topf auf dem Herd bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und dann etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Eier, die Eigelbe, den Vanillezucker und den Zucker mit dem Handrührgerät einige Minuten schaumig aufschlagen. Nun das Mehl (am besten gesiebt) vorsichtig unterheben. Jetzt die Schokoladen-Butter-Mischung zum Teig geben und gut vermengen.
Schokoladenküchlein
Den Teig sofort in die Förmchen zu je 2/3 füllen, da der Teig noch etwas aufgehen wird. Die Küchlein nun auf mittlerer Schiene für ca. 12 Minuten backen.
(Falls der Teig aus dem Kühlschrank kommt, verlängert sich die Backzeit um ca. 5 Minuten – siehe unten.)
Anmerkung: Der Teig reicht natürlich für mehr als 6 Küchlein – also habt noch Förmchen oder eben ein paar Kaffeetassen auf Reserve, sodass es Nachschlag geben kann. 🙂

 

Tipp: Dieses Dessert lässt sich hervorragend vorbereiten, wenn ihr Gäste bekommt. Das Eis kann vorher hergestellt werden und einfach im Gefrierfach seiner Bestimmung harren und der fertiggestellte Teig für die Küchlein kann locker 12 h im Kühlschrank stehen bis er weiterverarbeitet wird. In diesem Fall dann aber noch nicht in die Förmchen füllen, sondern erst wenn sie gebacken werden sollen. Der Teig ist immer noch sehr fluffig und die Küchlein gehen (trotz Wartezeit) toll auf!

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