Schokoladen-Aprikosentörtchen mit Pinienkernen, Brombeer-Rosmarin-Ragout und Ziegenfrischkäseeis

Zu einem Menü gehört auf jeden Fall auch ein leckerer Abschluss in Form eines Desserts. Hätte ich früher lieber zweimal Vorspeise gegessen und den Nachtisch am Ende dafür ausfallen lassen, wäre ich glücklich gewesen. Aber
mittlerweile weiß ich ein schönes Dessert auch zu schätzen.

Auch im „süßen“ Bereich lässt sich mit Konsistenzen, Aromen, süß und sauer spielen und zu wirklich tollen Kreationen führen. Gerade Gegensätze auf dem Dessertteller finde ich spannend: Warm-kalt, süß-sauer, fruchtig-cremig, knusprig-weich, hell-dunkel…. Besonders reizt mich eher ungewöhnliche Zutaten für Desserts zu  verwenden. Ziegenkäse zum Beispiel spielt ja meist eher auf der Käseplatte eine Rolle oder gratiniert mit Honig wie hier. Wobei es auch da hervorragende Beispiele gibt, wo Ziegenkäse gar in einem Semifreddo verarbeitet wird und der würzige Ziegenfrischkäse ja dadurch auch sehr süße Gegenspieler verträgt. Durch dieses sehr leckere Beispiel bei Petra angeregt, kitzelte mich die Idee eines Ziegenfrischkäse-Eis schon länger in der Nase und nach einigem Hin und Her, habe ich dann eine echte Traumkombination gefunden:

Ein cremig-würziges Ziegenfrischkäse-Eis, Brombeer-Rosmarin-Ragout, ein maximal schokoladiges (lauwarmes !) Schokoladen-Aprikosen-Tartelette mit Honig getränkt und für den Knusper noch etwas Rosmarin-Karamell

Hab ich euch erschlagen?

Man könnte es natürlich auch ganz plakativ märchenhaft bezeichnen. Nicht nur weil es märchenhaft gut war, sondern auch einfach frei nach Schneewittchens Traum: Rot wie Blut (Brombeer-Ragout), weiß wie Schnee (Ziegenfrischkäse-Eis) und schwarz wie Ebenholz (wenn ihr gleich lest, wieviel Schokolade in diese feinen Törtchen gewandert ist, wisst ihr warum ;-))!

Also Vorhang auf für ein mutiges, aber sehr stimmiges Dessert. Falls ihr also auf der Suche seid und mal was wirklich spannendes ausprobieren wollt: Die Mühe lohnt sich und dieser Nachtisch ist jede Kalorie wert!

Schokoladentörtchen mit Ziegenfrischkäseeis und Brombeer-Rosmarinragout

Schneewittchens Traum: Schokoladen-Aprikosentörtchen mit Pinienkernen, Brombeer-Rosmarin-Ragout und Ziegenfrischkäseeis

Zutaten für vier Personen als Dessert:

Für das Schokoladentörtchen:
100 g dunkle Schokolade (mind. 80 %-85% Kakao)
50 g Butter
60 g brauner Zucker
2 Eier (Größe M)
80 g geröstete Pinienkerne (60 g gemahlen und 20 g ungemahlen)
1 Prise Salz
10 frische, reife Aprikosen
Butter zum Fetten der Förmchen
4 EL Honigrum
2 EL Ahornsirup

Für das Ziegenfrischkäseeis:
150 g milder Ziegenfrischkäse
150 g Ricotta
200 ml Sahne (gekühlt)
25 g Ahornsirup
1/2 EL Zitronenabrieb (einer unbehandelten Zitrone)

Für das Brombeer-Rosmarin-Ragout:
250 g Tiefkühlbrombeeren oder sehr reife, frische Brombeeren
20-40 g brauner Zucker (je nach Süße der Beeren)
ein paar Zweige frischer Rosmarin
1 Prise Zimt (gemahlen)
3 EL Gelierzucker (1:1)

Für das Rosmarin-Salzkaramell:
40 g Zucker
1/2 EL sehr fein gehackter, frischer Rosmarin
1/2 TL fleur de sel

Für die Garnitur:
einige kleine Zweige frischer Rosmarin

Schokoladentörtchen mit Ziegenfrischkäseeis und Brombeer-Rosmarinragout

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Für das Ziegenfrischkäseeis den Frischkäse und den Ricotta glattrühren. Ahornsirup und Zitronenabrieb hinzufügen und untermengen. Die Sahne steifschlagen und unter die Eismasse ziehen. Diese Masse nun in die Eismaschine geben und gefrieren lassen.

Die Schokolade in dünne Stücke brechen und mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Den Zucker und die Eier mit dem Handrührgerät kräftig aufschlagen. 60 g der Pinienkerne in einem kleinen Mixer fein mahlen. Die Aprikosen waschen, trocken tupfen und entsteinen. Die Früchte in dünne Spalten schneiden.

Die gemahlenen Pinienkerne nun zur Zucker-Eimasse geben. Die Butter-Schokoladenmischung ebenfalls  unterheben. Die übrigen Pinienkerne zum Teig geben, ein paar Kerne für die Dekoration zur Seite legen. Vier Tarteletteförmchen (Durchmesser ca. 12 cm) sorgfältig einfetten. Den Schokoladenteig auf die Förmchen verteilen und mit den Aprikosenspalten belegen.

Für ca. 10-12 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen. Anschließend herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Noch warm mit dem Rum und dem Sirup beträufeln.

Den Zucker für das Karamell schmelzen und auf ein Stück Backpapier gießen.
Sofort mit dem gehackten Rosmarin und etwas fleur de sel bestreuen und erkalten lassen. In kleine Stückchen brechen.

Für die Brombeeren die Früchte in einen kleinen Topf geben und mit dem Zucker erhitzen und etwas Saft ziehen lassen. Rosmarin zugeben und kräftig einkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit etwas dicklich wird den Rosmarin entnehmen und Gelierzucker und Zimt zugeben und einige Minuten nochmal aufkochen lassen.

Die Törtchen stürzen und mit dem Brombeer-Rosmarin-Ragout, dem Karamell und dem Eis auf Tellern anrichten. Mit ein paar Rosmarinspitzen und ein paar Pinienkernen garnieren.

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.