Rückwärts gegartes Roastbeef mit Süßkartoffelstampf und Barbecue-Sauce

Fleisch braten läuft ja normal immer gleich ab: Scharf anbraten und dann ab in den Ofen zum Nachgaren. So sind die normalen Gesetze.

Aber da ich ja Spaß habe ständig was Neues auszuprobieren, wollte ich unser Roastbeef auch einmal rückwärts garen. Was in den Sternerestaurants schon ein alter Hut ist, wollte ich doch selber mal probieren. Also zuerst in den Ofen mit dem Roastbeef bei niedrigerer Temperatur und danach in die Pfanne für die Röstaromen! Gesagt getan und was soll ich sagen: Lecker zartes Fleisch!

Ich für meinen Teil muss sagen, dass diese Garmethode sehr praktisch ist, da ich die Zeit im Ofen auch (durch Reduktion der Hitze im Ofen) locker verlängern kann. Gerade wenn man Gäste hat und doch länger bei der Vorspeise ist oder die Beilagen noch nicht so weit sind… Solche Zeitverzögerungen können ja durchaus vorkommen 😉

Das Roastbeef habe ich kombiniert mit einem Süßkartoffelstampf und einer leicht rauchigen Barbecue-Sauce mit Cola und Bier (also in der Sauce). Also wer auf Fleisch, Röstaromen und den intensiven Barbecue-Geschmack steht, der ist hier richtig! Das gibts auf jeden Fall wieder bei uns!

Viel Spaß beim Nachkochen und ein schönes 3. Adventswochenende!

Rückwärts gegartes Roastbeef

 

 

Rückwärts gegartes Roastbeef mit Süßkartoffelstampf und Barbecue-Sauce

Rezept für zwei Personen:

Für das Fleisch:
1 Stück Roastbeef (ca. 800 g)
1 TL frische Thymianblättchen
3 EL Olivenöl
1 TL zerstoßener Pfeffer
Fleur de Sel

Für das Süßkartoffelstampf:
3 große Süßkartoffeln
1 mittlere Kartoffel
etwas Milch
Salz
Pfeffer
1 Prise geriebene Muskatnuss

Für die Barbecue-Sauce:
1 große Speisezwiebel
2 EL Pflanzenöl
1 TL geräuchertes Paprikapulver
250 ml Cola
250 ml Bier (bei mir: Pils, aber ich glaube ein dunkles, malziges Bier wär
noch besser)
3 EL Honig
Pfeffer
Salz
nur bei Bedarf: etwas Speisestärke

Roastbeef

 

 

 

 

 

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 100 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Das Roastbeef parieren und mit dem Thymian und dem Pfeffer von allen Seiten bestreuen und mit dem Olivenöl beträufeln. Das Roastbeef so mariniert Zimmertemperatur annehmen lassen.

Für die Sauce die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einem Topf die Zwiebel mit dem Öl sehr scharf anbraten, sodass genug Röstaromen entstehen. Mit Paprikapulver bestreuen und sofort mit 1/3 der Cola ablöschen. Nun immer abwechselnd Cola und Bier in Etappen zugeben und das Ganze immer etwas einköcheln lassen.

Das Roastbeef (sobald es Zimmertemperatur angenommen hat) nun für ca. 45-60 Minuten in den Ofen. Hier habe ich ein Ofenthermometer verwendet. Das Fleisch sollte 50-55 Grad Kerntemperatur erreichen. Je nachdem wie groß euer Fleisch ist, dauert das länger oder kürzer.

Die Sauce durch ein Sieb passieren und etwas weiter einreduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken und nur noch schwach simmern lassen. Nur bei Bedarf die Sauce noch mit etwas in Wasser aufgelöster Speisestärke andicken.

Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen. Durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit dem Stampfer zerdrücken. Etwas Milch zugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Das Roastbeef nach dem Ofenaufenthalt in einer Pfanne in Butterschmalz scharf von allen Seiten anbraten, sodass eine schöne Kruste entsteht. Mit Fleur de Sel bestreuen und mit dem Stampf und der Sauce anrichten und sofort servieren.

Anmerkung: Normalerweise sollte man Fleisch immer quer zur Faser schneiden. Wir haben ein tolles Stück Fleisch bekommen – und hatten nicht so große Lust unser Roastbeef in riesig lange Fleischstücke zu zerteilen. Ich habe daher ganz unorthodox das Fleisch mit der Faser geschnitten, in kleinere Scheiben geschnitten. Deshalb diese „Abweichung“. Unser Fleisch war butterzart und sehr lecker! Zu empfehlen ist grundsätzlich aber der Schnitt quer zur Faser!

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