Rosenkohl-Tarte-Tatin

Hallo ihr Lieben,

ich bin immer noch stolz wie Bolle und schlage Purzelbäume in meiner Küche! Okay, das war übertrieben… Auf 5 qm wäre das schon fast artistisch!

Und trotzdem: Seit 21. Januar läuft mein erstes Blogevent bei Zorra vom Kochtopf! Seit sage und schreibe 2004 bloggt sich Zorra durch die Welt der Kulinarik und richtet allmonatlich ein Foodblogevent aus. Schon einige Male habe ich selbst das ein oder andere Rezept beigesteuert und nun darf ich Gastgeberin der Party sein 🙂

Genug des Trommelwirbels! Thema des aktuellen Blogevents:

German Krautköpfe oder Krauts

Wir wollen mal in Klischees schwelgen und der Deutschen (angeblich) liebstes Gemüse zu neuen Ehren verhelfen! Gesucht werden leckere Rezepte mit jeglicher Art von Kohl bzw. Kraut!

Natürlich will ich da auch selbst ein Rezept beisteuern! Gerade in der (noch) kalten Zeit lässt sich der Speiseplan mit den unterschiedlichen Krautköpfen doch enorm bereichern! Da es mir persönlich der Rosenkohl besonders angetan hat, war schnell klar, dass ich mich mit diesem Köhlchen etwas ausprobieren will.

Und ihr kennt mich ja schon: Wieso einfach, wenns auch kompliziert geht 😉

Ich hatte da so eine Vision: Ich wollte unbedingt eine Tarte mit Rosenkohl machen. Aber irgendwie war mir das noch nicht spannend genug (jaja, immer diese Hirngespinste). Wobei so im Nachhinein betrachtet, das sicher auch einfach lecker gewesen wäre. Aber ich habe schon gaaanz lange vor eine herzhafte Tarte Tatin zu machen, da ich bei Claudia so eine schöne Tomaten-Tarte-Tatin gesehen hatte im Sommer.

Die klassische Tarte Tatin ist ein kopfüber gebackener Apfelkuchen aus Frankreich, der sich durch seine Karamellschicht auszeichnet, die auf dem Boden mit Obst und Zucker entsteht und durch das Stürzen dann nach oben gekehrt wird. Was in süß geht oder auch mit Tomaten, das geht doch dann sicher auch mit den süßen, kleinen Rosenköhlchen? Es hat zwei Anläufe gebraucht und ich war am Ziel meiner Wünsche!

Stolz und ohne jeglichen Verbrennungen (Karamell, du böser Teufel!) habe ich eine Rosenkohl-Tarte-Tatin gebacken! Und ich kann nur eine dringende Nachbackempfehlung aussprechen 😉

Rosenkohl-Tarte-Tatin

Hier mein kampferprobtes Rezept für euch:

Rosenkohl-Tarte-Tatin

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht (für eine 23 cm Durchmesser Pfanne):

1 Rolle fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
ca. 500 g Rosenkohl (bei mir ca. 30 Rosenköhlchen)
2 EL Zucker
2 EL Butter
75 g magerer Schinkenspeck gewürfelt
1 handvoll Walnusskerne
2 EL gehackte Kräuter (Petersilie, Thymian, Majoran, Oregano und etwas Rosmarin – Reste meiner Fensterbankkräuter)
60 g Doppelrahmfrischkäse
2 EL Milch
1 Ei (Größe S)
Pfeffer aus der Mühle
Salz
Butter zum Einfetten der Form

Zubereitung:

Küchenchaos

Den Rosenkohl waschen und putzen. Die äußeren Blätter entfernen und den Stielansatz abschneiden. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Rosenköhlchen ca. 8-10 Minuten garen. Den Rosenkohl abseihen und sofort mit Eiswasser abschrecken, sodass die grüne Farbe erhalten bleibt.

Den Schinkenspeck in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten, auf einem Küchenkrepppapier etwas entfetten und beiseite stellen. Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, anschließend hacken und beiseite stellen.

Den Frischkäse mit dem Ei, der Milch und den Kräutern glattrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Tarte-Tatin-Karamell

Den Zucker in einer ofenfesten (!) Pfanne erhitzen und karamellisieren. Die Butter zugeben und leicht Farbe nehmen lassen. Die Ränder der Pfanne gegebenenfalls mit Butter einfetten, sodass sich die Tarte nach dem Backen besser auslösen lässt (siehe auch Tipp ganz unten).

Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Nun die Rosenkohlköpfe in der Mitte durchschneiden (und ein bissl ausdampfen lassen), sodass man die Schnittflächen nach unten in der Pfanne dicht nebeneinander setzen kann. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Rosenkohlhälften direkt in das heiße Butterkaramell legen, sodass der Pfannenboden komplett bedeckt ist (Vorsicht, das Karamell ist kochend heiß!). Salzen und Pfeffern.

Rosenkohl-Tarte-Tatin

Nun die Walnusskerne sowie den Schinkenspeck darüber verteilen. Die Frischkäsemasse ebenfalls möglichst gleichmäßig darüber verteilen.

Rosenkohl-Tarte-Tatin

Den Blätterteig nun über die Pfanne legen und mit einer Schere oder einem Messer kreisförmig ausschneiden.

Rosenkohl-Tarte-Tatin

Nun den Teig gut andrücken, sodass er eng anliegt in der Pfanne und die Ränder etwas einrollen an den Seiten.

Rosenkohl-Tarte-Tatin

Die Pfanne auf mittlerer Schiene nun für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben und backen bis der Blätterteig aufgegangen und leicht gebräunt ist. Nun direkt einen passend großen Teller bereithalten, sodass die Tarte im Ganzen umgedreht werden kann. Die Tarte sofort in einem Schwung stürzen und noch heiß servieren!

Tipp: Wer hat, kann natürlich auch eine Tarte-Tatin-Form oder eine gusseiserne Pfanne benutzen. Wer sich bezüglich der Ofenfestigkeit des Pfannengriffs unsicher ist und sich nicht extra eine Tarte-Tatin-Form anschaffen will, der macht es wie ich und schraubt den Pfannengriff einfach ab 😉 Funktioniert bei den meisten Pfannen und sicher ist sicher! Wichtig ist nur, dass die Form sehr gut gefettet ist und man so schnell wie möglich stürzt, sodass die Tarte im Ganzen bleibt.

Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)

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