Rohe Ringelbete mit Bitterorangen-Dressing – bittersüße Überraschung!

Ringelbete

Bitterorangen verband ich immer mit dieser klassischen, englischen Marmelade, in der sich auch immer noch Stückchen der Schale befanden. Mein Fall war das leider nie. Meine Mama mag sie sehr, aber sie konnte mich – schon gar nicht als Kind – damit locken.

Bitter ist für mich als Geschmacksrichtung auch erst in den letzten Jahren mehr von Interesse. Und gerade, wenn man mit den Nuancen spielt – also nicht nur bitter, sondern bitter und süß auf der Zunge hat, gefällt es mir richtig gut!

Herr W. und ich lieben unsere Streifzüge über den örtlichen Wochenmarkt. Häufig eher ohne Plan, was wir kochen wollen, aber bisher wurden wir immer fündig. Und diesmal hatten wir schon wunderschöne Ringelbete im Körbchen, als Herr W. mich auf einen Stand aufmerksam machte, der Bitterorangen hatte. Wenn es so heiße Ware gibt, weiß er schon gleich, dass ich Feuer und Flamme bin.

Rohe Ringelbete mit Bitterorangen-Dressing

Aber die Idee, die erdige-süßliche Bete mit dem Aroma von Bitterorangen zu kombinieren, kam diesmal von ihm. Es ratterte in meinem Köpfchen und bis wir zu Hause angekommen waren, war klar, dass es zum nächsten Mittagessen ein kleines Carpaccio von roher Ringelbete mit einem feinen Bitterorangen-Dressing geben sollte.

Klingt nach viel Arbeit, war aber wirklich lächerlich easy! Aber so überraschend gut.
Pur ist der für das Dressing hergestellte Bitterorangensirup sehr bitter, aber in Kombination mit der Bete – einfach lecker!

Hier mein Rezept für diese feine, vegetarische Vorspeise. Und nein, keine Sorge, es gibt hier auch nicht nur Gemüse. Aber wenn es so lecker ist, geht das bei uns auch!

Dieses Gericht kommt gerade noch rechtzeitig für mein leckeres Blogevent bei Zorra zum Thema „Zurück zu den Wurzeln“. Und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, macht doch auch mit – bis zum 15. Januar ist noch Zeit!

Rohe Ringelbete mit Bitterorangen-Dressing

Rohe Ringelbete mit Bitterorangen-Dressing

Zutaten für zwei Personen als Vorspeise:
2-3 frische Knollen Ringel-Bete
600 g Bitterorangen (unbehandelt) / ca. 6 Stück
6 geh. TL Muscovadozucker oder brauner Zucker
2 EL gutes Rapsöl
2 EL Orangen-Essig (alternativ Apfelessig)
1 Prise Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Zunächst die Bitterorangen waschen und abtrocknen. Von einer Orange die Schale dünn abreiben oder mit einem Zestenreißer großzügig abziehen. Sämtliche Orangen auspressen und den Saft auffangen. Den Saft mit dem Abrieb der Schale und dem Zucker in ein Töpfchen geben und auf dem Herd bei starker Hitze sirupartig ca. 15 Minuten einkochen lassen. Den Sirup im Auge behalten – er kocht gerne mal über.

Derweil die Ringelbete schälen und mit einer Mandoline in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Die Scheiben der Ringelbete auf Tellern verteilen.

Rapsöl, Essig und drei Eßlöffel des gekochten Sirups zu einem Dressing vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nicht wundern, das Dressing wie auch der Sirup sind sehr intensiv, aber genau das passt später mit der Ringelbete perfekt.

Das fertige Dressing über die Ringelbete verteilen und sofort servieren!

Anmerkung: Aus der Menge Bitterorangen kommt etwas mehr Sirup heraus, als ich benötigt habe. Das hängt jedoch auch immer davon ab wie stark man das Ganze einkochen lässt.

Tipp: Die Schalen der übrigen Bitterorangen muss man nicht entsorgen. Bitterorangenschale schmeckt nämlich auch kandiert sehr fein. Dazu bin ich leider aber nicht mehr gekommen ;-).

Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)

6 Kommentare

  1. Hui, die Ringelbeete ist ja ein wunderbarer Hingucker!
    Das Rezept klingt köstlich, auch wenn ich noch nicht weiß, wo ich Bitterorangen herbekomme.
    Liebste Grüße, Natalie

    • Vielen Dank! Ja, das fand ich auch – da kann man nicht widerstehen 😉 Schau mal bei dir auf dem Markt oder auch mal im Biomarkt – vielleicht hast du Glück!
      Liebe Grüße,
      Eva

    • Hallo liebe Krisi,
      dann halte unbedingt die Augen auf – bei mir ist das hier auch immer Glückssache, ob es sie gibt!
      Liebe Grüße,
      Eva

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