Quarkstollen-Konfekt mit Grapefruit, getrockneten Kirschen und Pistazien

Weihnachtszeit = Plätzchenzeit! Als anständiger foodblog gibt es hier natürlich auch weihnachtliche Backrezepte! Denn sind wir mal ehrlich: Wer mag denn keine Weihnachtsplätzchen? Also alle Grinchs unter euch (Anm. d. Red.: weihnachtshassende, grünhäutige Kreatur) müssen jetzt stark sein! Und wenn ihr dieses Quarkstollen-Konfekt gekostet habt, glaubt mir – dann ist es euch wurscht dass es „Weihnachtsplätzchen“ sind!

Schon von klein auf hat Plätzchenbacken Tradition in meiner Familie. Meine Lieblinge waren als Kind die Bethmännchen mit Marzipan und Mandeln von meiner Oma und die würzigen Nelkenbusserl von meiner Mama. Jedes Jahr rechtzeitig in der Vorweihnachtszeit wird in meiner Familie (nach wie vor) die Plätzchenmaschinerie angeworfen und die Großproduktion gestartet. Nicht, dass an den Weihnachtsfeiertagen der schlimmste aller Fälle eintreten könnte und beispielweise eine Sorte Plätzchen bereits ausgegangen ist 😉 Aber was frotzele ich: Ich profitiere ja auch davon!

Ein Rezept, dass ich nun schon das vierte Jahr in Folge backe, will ich euch heute verraten. Schon der Name verrät euch, dass ich etwas abseits der üblichen Zutaten-Pfade wandle. Stollen – auch ein Klassiker im Weihnachtsplätzchenranking, habe ich hier etwas moderner gestaltet, fernab von Orangeat, Zitronat, Rosinen und Mandeln. Und handlicher als ein ganzer Stollen sind sie auch!

Der Clou an meinem Quarkstollen-Konfekt ist die fruchtige Frische der Grapefruit und der getrockneten Kirschen, der knackigen Pistazien und den „weihnachtlichen“ Gewürzen. Und man erkennt schon: Es ist eins meiner liebsten Plätzchen geworden (merkt man auch schon daran, dass es ins permanente Repertoire gehört)!

Im Netz gibt es mittlerweile viele Rezepte zu den Stollen im Mini-Format, aber meine Variante ist einfach mal etwas anders 🙂

Ich kann sie euch nur sehr ans Herz legen, weil sie sooo unfassbar gut sind! Habt eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Nachbacken!

Quarkstollen-Konfekt

 

 

 

 

 

 

Quarkstollen-Konfekt mit Grapefruit, getrockneten Kirschen und Pistazien

Zutaten für ca. 20 Plätzchen:

150 g getrocknete Kirschen
2 EL Strohrum
1 unbehandelte Grapefruit (2 EL Abrieb der Schale und 2 EL Saft)
300 g Weizenmehl
1/2 Päckchen Backpulver
3 ganze Kapseln Kardamom
1/2 TL gemahlener Zimt
1/4 TL gemahlener Ingwer
100 g weiche Butter
80 g brauner Zucker
1 geh. EL Vanillezucker
150 g Speisequark Magerstufe (ohne Flüssigkeit aus der Packung)
50 g Pistazienkerne
etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Kirschen grob mit einem Messer hacken. Den Rum mit den gehackten Kirschen vermengen und in der Mikrowelle zwei Minuten bei 600 Watt erhitzen. Die Grapefruitschale mit einer Zitrusreibe abreiben, die Grapefruit auspressen und den Saft auffangen. Zwei Eßlöffel Grapefruitsaft zu den Rum-Kirschen geben, vermischen und einige Minuten ziehen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Das Mehl und das Backpulver in eine Schüssel sieben. Die Kardamomkapseln öffnen, die Samen auslösen und in einem schweren Mörser fein zerstoßen. Das Kardamompulver, den Zimt und den Ingwer zum Mehl geben. Die Pistazienkerne fein hacken.

Quarkstollenkonfekt

 

 

 

 

 

 

Die Butter mit dem braunen Zucker, dem Vanillezucker und zwei Eßlöffeln des Grapefruitabriebes mit einem Schneebesen oder dem Handrührgerät schaumig rühren. Den Quark unterheben und die Mehlmischung zügig zugeben und vermengen. Die Kirschen und die Pistazien ebenfalls unterrühren.

Quarkstollenkonfekt

Quarkstollenkonfekt

 

 

 

 

 

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus dem Teig mit den Händen dicke Rollen formen. Mit einem scharfen Messer ca. 1-2 cm dicke Scheiben abschneiden und auf zwei mit Backpapier belegtes Bleche verteilen.

Quarkstollenkonfekt

 

 

 

 

 

 

 

Das Quarkstollenkonfekt ca. 13-15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Nach dem Backen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben.

Die Quarkstöllchen halten sich super in einer verschlossenen Keksdose 2-3 Wochen, falls sie nicht vorher dem Keksmonster zum Opfer fallen. Längere Beobachtungszeiträume gab es leider bisher nicht 🙂

1 Kommentare

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