Nachgekocht: Putenbruststreifen in Verjus-Senf-Sahne-Sauce und pikantem Kaiserschmarrn

Putenbruststreifen in Verjus-Senf-Sahne Sauce und pikantem Kaiserschmarrn

Vor einiger Zeit habe ich bei Juliane und bei Uwe von Verjus gelesen. Da hat es mir schon in den Ohren geklingelt. Verjus ist Saft aus grünen (unreifen) Trauben und nebenbei bemerkt eine tolle Kochzutat! Er ist mild-sauer und „zurückhaltender“ in der Säure als Essig oder Zitrone und sorgt sozusagen für den gewissen Feinschliff in einer Sauce.

Ich konnte nicht widerstehen und habe mir auch mal ein Fläschchen zugelegt, um es mal bei nächster Gelegenheit zu testen. Verjus war mal sehr hip, ist aber wohl sehr lange in Vergessenheit geraten.

Putenbruststreifen in Verjus-Senf-Sahne-Sauce und pikantem Kaiserschmarrn

Eine tolle Investition dieser Verjus. Und man kann ihn in einer Sauce praktisch fast immer einbauen. Ich hab mir mal zum ersten Test ein Rezept meiner lieben Bloggerkollegin Juliane vorgenommen und nachgekocht. Das Originalrezept von Juliane: Hähnchenbruststreifen in Verjus-Sahne-Senf-Sauce mit gebratenen Gnocchi. Sie ersetzte den Weißwein des Ursprungsrezeptes in der Sauce durch Verjus, was sehr fein klang und daher war das Rezept schon auf der Nachkochliste.

Auf dem Markt gab es nur noch Pute, also wurden meine Streifen variiert. Und dazu gab es keine Gnocchi, sondern selbstgemachten pikanten Kaiserschmarrn, auch unter dem Namen Kratzete bekannt. So kann man auch die Verjus-Senf-Sahne-Sauce perfekt auskosten ;-).

Es war so richtig lecker (sonst würd ich es euch ja auch nicht zeigen ;-))! Also wenn ihr euch eine kleine Flasche Verjus zulegen könnt => Macht es! Es lohnt sich! Netter Nebeneffekt: So wird eine Sauce, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen, alkoholfrei.

Zukünftig werde ich noch mehr mit Verjus ausprobieren und ein wenig austesten, da ich das schon sehr fein fand.

Putenbruststreifen in Verjus-Senf-Sahne-Sauce und pikantem Kaiserschmarrn

Putenbruststreifen in Verjus-Senf-Sahne-Sauce und pikantem Kaiserschmarrn
Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

Für die Putenbruststreifen:
350 g Putenbrustfilet
2 EL Olivenöl
1 Schalotte
50 ml Verjus (alternativ: Weißwein)
200 g Sahne
1 EL körniger Senf

Für den pikanten Kaiserschmarrn/Kratzete:
3 Eier (Größe M)
200 g Weizenmehl
1/4 l Milch
1/2 TL Salz
Butterschmalz zum Anbraten

optional:
frisch gehackter Kerbel zum Bestreuen

Putenbruststreifen in Verjus-Senf-Sahne-Sauce und pikantem Kaiserschmarrn

Zubereitung:

Putenbrust waschen, mit Küchenkrepp trocken tupfen und in Streifen schneiden. Die Schalotte schälen und fein würfeln.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Putenstreifen bei starker Hitze von allen Seiten anbraten. Sobald sie goldbraun sind aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Die Eier trennen. Mehl, Salz und die Eigelbe in eine Schüssel geben und nach und nach die Milch zugeben. Kontinuierlich mit dem Schneebesen glattrühren. Die Eiweiße mit dem Handrührgerät steif schlagen und vorsichtig unter die Teigmasse heben.

Eine weitere, große Pfanne mit ausreichend Butterschmalz erhitzen. Wer keine sehr große Pfanne hat, kann den Schmarrn auch auf zwei Pfannen verteilen.

In der Fleischpfanne nun die Schalottenwürfel glasig dünsten. Mit dem Verjus ablöschen. Sahne und Senf einrühren und bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Den Kaiserschmarrn-Teig in die Pfanne mit dem Butterschmalz-Pfanne geben (Vorsicht, das heiße Fett kann spritzen!), sodass der Teig überall verteilt ist. Zunächst diese Seite Farbe nehmen lassen. Bei starker Hitze anbraten und dann mit einem Pfannenwender vierteln und jedes Viertel vorsichtig drehen, sodass auch die andere Seite gebräunt wird.

Sobald auch die andere Seite gebräunt ist, mit dem Pfannenwender die Teigstücke grob zerteilen und zerzupfen, sodass alle Seiten goldbraun werden können.

Nun die Fleischstreifen wieder in die Verjus-Senf-Sahne-Sauce geben und erwärmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken

Sobald das Fleisch wieder heiß ist, den Schmarrn auf Teller verteilen und mit den Putenstreifen und der Sauce servieren. Mit dem gehackten Kerbel bestreuen.

Anmerkung: Wem die Kratzete zu viel Action sind, der kann auch prima Gnocchi, Spätzle oder auch Bandnudeln zum Fleisch servieren.

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