Mozart-Cupcakes – 1. Platz beim Cupcake-Wettbewerb und warum meine Mama mich abzieht…

Mozart-Cupcakes

Wer hier regelmäßig mitliest, hat eventuell mitbekommen, dass ich in einer Familie lebe, die gutes Essen schätzt. Da geht nie jemand hungrig nach Hause bei einem Festchen oder auch einfach, wenn wir uns besuchen ;-).

Vergangenes Jahr habe ich mich in einem Moment enormen Selbstbewusstseins (oder auch geistiger Umnachtung) bei dem 1. Cupcakewettbewerb der Pfalz in Burrweiler angemeldet. Und ja: Ich gebs zu, das Backen von Cupcakes gehört jetzt nicht zu meinen Paradedisziplinen. Aber ich hatte einfach Lust mir was einfallen zu lassen. Meiner Mama habe ich vom Wettbewerb erzählt und natürlich gesagt, dass sie doch auch mitmachen soll – so gut wie sie backen kann! Aber Mama sagte nur mit einem abwiegelnden Lächeln, dass sie mir doch nicht Konkurrenz machen wollte.

Weil ich eine liebe Mama habe, unterstützt sie mich auch bei (Schnaps-)Ideen und ist mit mir nach Burrweiler zur seelischen und moralischen Unterstützung gefahren. Meine Cupcakes, die man vorher backen und garnieren musste, waren echt lecker und sahen auch ganz süß aus. So realistisch war ich dann schon, dass ich mir auch etwas Mühe geben muss ;-). Ich fand sie sogar so gut, dass ich sie euch hier gezeigt habe.

Tja, ihr könnts euch vorstellen wie die Chose ausging. Ein Platz im Ranking auf ferner liefen. Die Gewinner strahlten und ich war etwas geknickt. Aber gut, die anderen waren einfach besser. Meine liebe Mama wollte mich ein wenig aufmuntern und sagte zu mir, dass es vielleicht einfach nicht sein sollte.

Das war vergangenes Jahr. Dieses Jahr fand der Contest zum zweiten Mal statt. Ich habe mich nicht angemeldet, da ich etwas realistischer an die Sache dran bin. Ich kann ganz gut kochen und auch meine Backergebnisse sind vorzeigbar, aber wettbewerbsverdächtig sind meine Cupcakes nicht ;-). Tja, und irgendwann, als ich aus meinem Urlaub zurückgekommen bin im Frühjahr 2017, erzählte mir meine Mutter, dass sie sich angemeldet hätte. Und gerade am Tüfteln wäre. Wir sprachen noch ein wenig darüber, welche Aromen sich gut zusammen machen und wie man die hübschen Gebäcke am besten und schönsten dekoriert.

Leider habe ich es zeitlich nicht geschafft mit zum Wettbewerb zu fahren (was mich heute noch ärgert) und habe aus der Ferne alle Daumen gedrückt. Ich erinnere mich aber, dass ich zu Mama sagte, dass sie zwar wunderschön backen könne, aber dass sie nicht traurig sein solle, wenn es nicht klappe mit dem Gewinnen, weil sie ja auch bei mir im vergangenen Jahr gesehen habe, dass es auch mit einem tollen Beitrag nicht unbedingt reicht.

Jetzt kommts. Meine Mama hat das Ding gerockt. Sie hat den 1. Platz gemacht. Mit diesen wunderbar leckeren Mozart-Cupcakes, die alles drin haben, was in einer leckeren Mozartkugel zu finden ist. Ein Glück hatte sie nicht auch im Jahr zuvor mitgemacht. Sie hätte mich doch knallhart unter den Tisch gebacken!

So, nachdem ihr mich nur fertig ausgelacht habt, komme ich nun zum Rezept für diese leckeren Teilchen. Das muss ich euch nämlich unbedingt zeigen. An Ostern hat die liebe Mama diese Mozart-Cupcakes nämlich nochmal gebacken für die Familie. Und ich konnte sie endlich kosten (und nicht nur drüber reden ;-)). Saugeil.

Mozart-Cupcakes

Ich hatte Mama vorm Wettbewerb noch geraten lieber eine Mozartkugel obenauf zu legen oder sowas, aber Mama entschied sich doch für klassische Marzipanrosen (Marzipan ist ja auch in der Mozartkugel zu finden). Ob man die Cupcakes jetzt lieber mit nur mit Creme obenauf (übrigens zwei unterschiedliche Cremes… eine köstlicher wie die andere), Marzipanröschen oder was ganz anderem mag, ist eigentlich völlig peng, aber Fakt ist: Backt diese Cupcakes!!!

Sie sind völlig zu Recht auf Platz eins gelandet.

Hier also mit freundlicher Genehmigung das Rezept meiner Mama für Mozart-Cupcakes mit einer Füllung aus Marzipan, hellem und dunklem Nougat und einem Topping aus Nougat- und Pistaziencreme.

Mozart-Cupcakes

Mozart-Cupcakes von Karin Minges

Zutaten für zwölf Cupcakes:
Für die Muffins:
2 Eiweiß
1 Prise Salz
180 g Zucker
2 Eigelb
1 Ei
1 Pck. Vanillezucker
180 g Butter, zimmerwarm
150 g Haselnüsse, fein gemahlen
100 g Weizenmehl
20 g Kakaopulver, ungesüßt
½ TL gestr. Backpulver
75 g saure Sahne

Für die Nougatcreme:
1/2 Pck. Puddingpulver Schokolade-Geschmack
125 ml Milch
125 g Schlagsahne (32 % Fett)
45 g feiner Zucker
100 g Nougat
125 g zimmerwarme Butter
25 g gesiebter Puderzucker

Für die Pistaziencreme:
75 g Pistaziencreme aus dem Glas
1/2 Pck. Vanillepuddingpulver
225 ml Milch
25 g Puderzucker
125 g Butter, zimmerwarm

Für die Füllung:
2 Riegel Schichtnougat à 40 g (Nougat hell-dunkel), z. B. von Viba
50 g Marzipanrohmasse

Mozart-Cupcakes
Zubereitung:

Für die Nougatcreme Puddingpulver mit 60 ml der Milch verrühren. Übrige Milch, Sahne und Zucker in einem Topf aufkochen lassen. Angerührtes Puddingpulver unterrühren und den Pudding nochmals aufkochen lassen.

Nougat in Stücke schneiden und unter gelegentlichem Rühren im heißen Pudding auflösen. Frischhaltefolie direkt auf den heißen Pudding legen, damit sich keine Haut bilden kann. Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Den Pudding mit dem Rührbesen des Handrührgeräts glattrühren.

Butter und Puderzucker in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät in etwa 4 Minuten weiß-schaumig schlagen. Die Butter auf den Pudding geben und zügig unterrühren, so dass eine glatte Creme entsteht. Die Creme mindestens drei h kaltstellen.

Für die Pistaziencreme aus Puddingpulver und Milch einen Pudding (ohne Zucker) kochen. Sofort die Pistaziencreme einrühren. Heiß mit Frischhaltefolie abdecken und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Die Butter mit dem Puderzucker cremig schlagen, löffelweise den Pudding dazugeben und unterrühren, so dass eine glatte Creme entsteht. Die Creme mindestens drei h kaltstellen.

Für die Muffins: Ein Muffinblech mit 12 Mulden mit Papierförmchen auslegen oder gut einfetten. Den Backofen vorheizen (Heißluft: 160°C, Ober-/Unterhitze etwas höher).

Die Eiweiße mit der Prise Salz mit einem Mixer in einer Rührschüssel steif schlagen. Mindestens drei Minuten weiter schlagen und nach und nach 90 g des Zuckers einstreuen.

In einer weiteren Schüssel die Eigelbe, das ganze Ei, die restlichen 90 g Zucker sowie den Vanillezucker mit der Butter schaumig rühren. Die gemahlenen Haselnüsse unterheben. Das Mehl mit Kakaopulver und Backpulver mischen. Das Mehlgemisch abwechselnd mit der sauren Sahne mit dem Mixer auf niedriger Stufe unterrühren. Den Eischnee ebenfalls unterrühren.

Den Teig möglichst zügig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und die Muffinform in den vorgeheizten Backofen schieben. Etwa 30 – 40 Minuten backen (zwischendurch die Stäbchenprobe machen und ggf. länger im Ofen lassen). Die Muffinform auf eine feuerfeste Unterlage stellen und etwas abkühlen lassen, dann die Cupcakes aus der Form lösen und vollständig erkalten lassen.

Mit einem Muffinausstecher in die Muffins mittig ein Loch stechen. Nicht bis zum Boden durchstechen! Mit dem gleichen Ausstecher aus dem Schichtnougat 12 Kreise ausstechen.
Das Marzipan zwischen Backpapier (damit es nicht anklebt) ausrollen und ebenfalls 12 Kreise ausstechen. Die Nougatkreise auf die Marzipankreise setzen und in die Löcher der Muffins stecken.

Die Nougatcreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und spiralförmig auf die gefüllten Muffins spritzen. Die Pistaziencreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und eine kleinere Spirale auf die Nougatcreme spritzen.

Nach Belieben garnieren.

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