Meine allerersten Frühstücksbrötchen aka Haferle – Synchronbacken sei Dank

Kürzlich fand (mittlerweile schon zum 13. Mal) ein virtuelles, synchrones (also zeitgleiches) Backen statt. Nachdem ich es bisher nur aus der Ferne beobachtet habe, wollte ich dieses Mal mitbacken. Die Idee dabei – nämlich, dass jeder Mitbäcker zur selben Zeit backt und natürlich auch das vorgegebene Originalrezept modifizieren kann und man sich gegenseitig während der Backsession Tipps und Tricks gibt – ist echt super!

Passenderweise wurden also letzten Sonntag feine Sonntagsbrötchen gebacken. Gerade, als ich den Artikel geschrieben habe, habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich noch nicht mal eine Kategorie auf evchenkocht habe, wo diese feinen Haferle Platz finden. Aber wurst, ich erzähle euch heute, wie das mit meinen ALLERERSTEN selbstgebackenen Frühstücksbrötchen so funktioniert hat und ob sich der Aufwand lohnt!

Erstmal ein dickes Dankeschön an die beiden Urheberinnen und Organisatorinnen Zorra und Sandra – geile Aktion und die Rezeptauswahl war auch prima :-)! Und nebenbei bemerkt – das Rezept vom brotdoc war natürlich eine prima Grundlage! Weiter unten findet ihr alle Mitbäckerinnen und Mitbäcker – und was sie aus den Haferle gemacht haben! Ein Blick lohnt sich, denn mancher war echt superkreativ.

Also vorab mal für alle, die (wie ich!) nicht wirklich Erfahrung haben im Backen von Brot/Brötchen: Es ist schon ein bissl Aufwand mit diesem Rezept. Man muss am Tag zuvor eigentlich schon morgens den Teig ansetzen, sodass der Vorteig über Tag gehen kann, am Abend weiterverarbeitet und dann über Nacht fertig reifen kann.

Aber: Ihr bekommt saugeile, knusprige, kräftige Brötchen, die ihr sicher so gut nirgendwo kaufen könnt! Ihr wisst genau was drin ist (kein Schmuh oder irgendwas mit ner E-Nummer und so’n Zeugs was eigentlich keiner in ’nem geilen Brötchen braucht…) und mal ganz ehrlich – Ich war schon ein bissl stolz, als ich die Dinger aus dem Ofen befördert habe, sie noch lauwarm aufgeschnitten und mit Butter bestrichen habe :-). Ich gehöre nämlich zu den Anhängern der Gruppe „Ichfindssuper,wenndieBrötchennochsowarmsind,dassdieButterdraufschmilzt!“ Am besten noch Salzbutter… Tja und natürlich auch noch Menschen mit solchen SELBSTGEBACKENEN Brötchen überraschen, die man gern hat… das ist wohl eh unbezahlbar!

Haferle

Nachgebacken: Haferle
(Vorteig muss mind. 10 h gehen)
Zutaten für ca. 8 Brötchen

Vorteig:
110 g Weizenvollkornmehl
60 g Haferkleie
165 g Wasser (lauwarm)
1/2 TL frische Hefe (zerbröselt)

Hauptteig:
195 g Wasser
345 g Weizenmehl (Type 550)
45 g Leinsamenschrot
10 g Salz
10 g Butter (zimmerwarm)
7 g frische Hefe (zerbröselt)

zusätzlich:
2-3 EL Haferkleie

Haferle

Zubereitung:

Zunächst für den Vorteig alle Zutaten gut verrühren und ca. 10 h mit einem Handtuch abgedeckt in einer Schüssel bei Raumtemperatur (ca. 22 Grad) stehen lassen.

Haferle

Nach dieser Ruhezeit den Vorteig mit dem Wasser, dem Mehl und dem Leinsamenschrot verkneten. Diesen Teig ca. 20 Minuten quellen lassen. Nun Salz, Butter und Hefe zum Teig geben und alles fünf Minuten durchkneten mit den Knethaken oder mit einer Küchenmaschine.

Den fertigen Teig 45 Minuten wieder mit einem Handtuch abgedeckt bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Teig nun in ca. 8 Stücke teilen und zu Brötchen formen. Mit leicht mit Wasser befeuchteten Händen funktioniert das deutlich einfacher. Die geformten Brötchen nun in einer kleinen Schüssel in der zusätzlichen Haferkleie wälzen.

Haferle

Nun ein sauberes Küchenhandtuch leicht mit Mehl bestäubt auf ein Backblech legen. Die Brötchen mit ausreichend Abstand zueinander auf das Tuch legen. Ein zweites sauberes Tuch darüber legen und das gesamte Blech nun in eine Kunststofftüte stecken (z.B. eine frische Mülltüte – auch wenns nicht lecker klingt, aber da passt wenigstens ein Backblech rein).

Nun das in Plastik gehüllte Blech in einen ausreichend großen Kühlschrank oder bei mir in einen sehr kalten Keller (ca. 6 Grad) für ca. 12 h stellen.

Am Backmorgen den Ofen auf 240 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die Brötchen direkt aus dem Kühlschrank herausnehmen, die Tüte entfernen und die Brötchen nun vom Handtuch auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die Brötchen so schnell wie möglich in den vorgeheizten Ofen befördern.

Sobald das Blech auf der mittleren Schiene ist, ca. ein Schnapsglas voll mit Wasser auf den Boden des knallheißen Ofens schütten und schnellstmöglich die Tür wieder schließen (Vorsicht, es wird sofort verdampfen! Also Obacht wegen der Finger!). Nun die Brötchen in ca. 20 Minuten knusprig backen.

Rezept: Modifiziert und etwas angepasst nach dem oben verlinkten Originalrezept vom Brotdoc.

Anmerkung: Ich musste meine Brötchen am Morgen noch etwas nachformen, da sie doch stärker als erwartet aufgegangen sind. Ich habe sie nicht eingeschnitten, sondern ganz rustikal gelassen.

Haferle

Und hier alle lieben Teilnehmer des Synchronbackens (alle Beiträge gehen im Laufe des Tages online, falls also einer nicht gleich funktioniert einfach ein bisschen später nochmal probieren, dann ist er noch nicht aktiv :-)):

Chiliblüten
auchwas
Alexa 089
Dagmars Brotecke
Backen Mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen
Herbs & Chocolate
gourmandises végétariennes
Küchenkunstwerk
1x umrühren bitte aka kochtopf
Verkocht!
Katha-kocht!
verenahaunschmid

Haferle

4 Kommentare

  1. Pingback: Haferle backen: Mein erstes #synchronbacken - verenahaunschmid

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