Mein Löffel für „The Taste“

oder Krabbenbrot mit Ei 2.0!

Es ist an der Zeit euch etwas zu gestehen. Ich sehe zur Entspannung gerne fern. Und wie kann es anders sein – gerade Fernsehformate mit dem Thema Essen und Kochen rangieren ganz oben. Manche Dinge langweilen da schnell, aber es gibt ein Format an dem ich zur Zeit Freude habe: The Taste!

Für alle, die es nicht kennen sollten: Es handelt sich um eine Fernsehshow mit vier prominenten Köchen, die sich mit jeweils einem Team aus Kandidaten (Hobby- und Profiköche) kulinarisch duellieren. Am Ende bleibt ein Sieger übrig. Der Clou (für mich) an dieser Sendung ist ein „Gericht“ lediglich auf einen Esslöffel zu bringen. Also sämtliche Bestandteile und Gewürze so zu dosieren, dass der Geschmack (und auch die Optik) perfekt ist.

Weil ich diese Sendung mit Freude verfolge und mir die Idee so gefällt, habe ich jetzt auch meinen Löffel kreiert! Ich habe meinen Löffel als amuse bouche gedacht, aber in etwas größerer Menge wäre es auch als Vorspeise geeignet. Um nicht ganz mit dem Gewohnten zu brechen, habe ich ein Gericht gewählt, dass an der Nordseeküste Deutschlands sicher auf jeder gutbürgerlichen (wie ich dieses Wort hasse…) Restaurantkarte seinen Platz hat: Krabbenbrot mit Ei.

Um das ein bisschen spannender zu gestalten, habe ich das etwas neuer interpretiert und eine Garnelen-Ceviche mit pochiertem Wachtelei und Pumpernickel-Crumble gemacht. Ich hoffe euch gefällts 🙂 Uns hats jedenfalls gemundet!

Krabbenbrot mit Ei 2.0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier mein Rezept für euch:

Krabbenbrot mit Ei 2.0

Zutaten für ca. 12 Löffel

250 g frische, rohe Garnelen (Sushiqualität, entdarmt und ohne Schale)
2 unbehandelte Limetten (Saft von beiden, 1 TL Abrieb)
1 Frühlingszwiebel mit Grün
3 Cocktailtomaten
1 Prise Zucker
1 Prise Chilipulver
3 kleine Pumpernickeltaler
1 EL Butter zum Anbraten
2 EL neutraler Haushaltsessig
12 Wachteleier (lieber ein paar mehr, falls eines verunglückt)
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Für die Ceviche die Garnelen putzen, waschen und auf Küchenkrepp trocknen. Die Tomaten vom Stielansatz befreien und in sehr feine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen, putzen und in hauchdünne Ringe schneiden. Einen kleinen Teil dieser Ringe für die Garnitur beiseite legen. Dann die Garnelen in kleine Stücke schneiden und mit dem Limettensaft, dem Limettenabrieb, dem Salz, dem Zucker, dem Pfeffer, dem Chilipulver, den Frühlingszwiebelringen und den Tomatenwürfeln gut vermischen. Das Ganze abgedeckt im Kühlschrank ca. 1 h ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Pumpernickelscheiben in kleine Würfelchen schneiden und in einer Pfanne in etwas Butter kross braten. Sobald sie angebraten sind mit Salz und Pfeffer würzen und auf Küchenkrepp entfetten.

Für die Wachteleier einen größeren Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht den Essig zugeben und die Platte ausschalten. Nun mit einem Kochlöffel einen sehr starken Strudel (ein bisschen wie so ein Orkanstrudel auf dem Meer) machen und dann sofort jeweils ein Wachtelei mitten hinein gleiten lassen. Das hat bei mir auch ein paar Versuche gebraucht, aber es lohnt sich. Falls sich ein paar Eiweißfäden wie Tentakel nach aussen schlängeln, die lassen sich (rein der Optik wegen) mit einer Schere abschneiden). Am besten kann man die fertigen Eier mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen. So nach und nach alle Wachteleier pochieren und auf einem Teller zwischenlagern. Die Eier nun mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Ceviche auf die Löffel verteilen, die Pumpernickelwürfel darauf verteilen und auf jeden Löffel ein pochiertes Wachtelei setzen. Mit den beiseitegelegten Frühlingszwiebelringen garnieren.

Und hier noch ein kleiner Beweis, dass das Ei innen auch wirklich noch weich ist:

Krabbenbrot mit Ei 2.0

 

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