Knuspriges Doradenfilet auf selbstgemachter Pappardelle mit Aprikosen-Lavendel-Sauce

Obst passt für mich immer. Pur, im Dessert und Kuchen ja sowieso, im Joghurt oder als Saft. Aber ich neige auch dazu Obst in herzhafte Gerichte zu werfen – manchmal zum Leidwesen von Herrn W., der zum Beispiel gerade nicht so erfreut ist, wenn schon wieder ein paar Datteln im Couscous landen.

Ausnahmsweise war er aber an einer gewagten „Obst im Essen“-Angelegenheit schuld. Eigentlich hatte ich an eine Saucenkombination zur Pasta von Estragon und Aprikose gedacht. Jedoch warf ich das Plänchen nur zu gern um, nach Herrn W.s Hinweis, dass der Lavendel doch gerade so schön blüht.

Lavendel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zack gab es zur selbstgemachten Pasta eine ganz unkonventionelle Aprikosen-Lavendel-Sauce. On top noch knusprig gebratenes Doradenfilet.

Dorade auf selbstgemachten Pappardelle mit Aprikosen-Lavendelsauce

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und falls jemand skeptisch fragt: Ja, es war richtig lecker! Aprikose und Lavendel in Kombination hat der ein oder andere vielleicht schon mal irgendwo gegessen – jedoch meist in einer eher süßen Variante. Genau deshalb wollte ich mal testen, ob das bei einem herzhaften Gericht auch funktioniert – und was soll ich sagen: Es war echt prima!

Die Lavendelnote ist nicht dominant und doch präsent. Wer nur einen Hauch Lavendel mag, kann die Menge einfach ein wenig reduzieren und sich so der optimalen „Lavendelstärke“ nähern ;-). Es war richtig gut und diese Kombination fanden wir richtig lecker! Auch sehr ans Herz legen, kann ich euch die selbstgemachten Pappardelle dazu. Durch das Hartweizenmehl wird die Pasta noch viel dünner und filigraner und hat uns geschmacklich echt begeistert.

Dorade auf selbstgemachten Pappardelle mit Aprikosen-Lavendelsauce

Da der Name hier mit den Aprikosen Programm ist, schicke ich meinen Pastateller zum Blogevent bei der lieben Zorra, die diesen Monat mit Christina von theapricotlady.com feine Rezepte zum Thema Steinobst sammelt.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Knuspriges Doradenfilet auf selbstgemachter Pappardelle mit Aprikosen-Lavendel-Sauce

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

Für die Pappardelle:
250 g Hartweizenmehl (bzw. doppelt gemahlener Hartweizengrieß)
1 Eigelb (Größe M)
ca. 125 ml kaltes Wasser
1,5 EL Olivenöl
1/2 TL Salz
Mehl für die Arbeitsfläche

Für den Fisch:
2 frische Doradenfilets (geschuppt und entgrätet)
1 EL Mehl
Pfeffer aus der Mühle
Salz
1 EL Olivenöl zum Braten

Für die Sauce:
200 ml Sahne
3 EL frische (blühende) Lavendelblüten alternativ 4-5 Rispen frischer Lavendelblüten
1 Schalotte
1 EL Butter
100 ml Weißwein
200 g frische Aprikosen (4-5 Stück)
1 EL Lavendelblätter (gehackt) und Lavendelblüten zum Bestreuen
Pfeffer aus der Mühle
Salz

Dorade auf selbstgemachten Pappardelle mit Aprikosen-Lavendelsauce

Zubereitung:

Für die Pasta das Mehl mit dem Eigelb, dem Olivenöl und dem Salz vermischen. Mit den Knethaken kneten und das Wasser eßlöffelweise zugeben, bis der Teig geschmeidig, aber nicht mehr klebrig ist. Das dauert einige Minuten. Hier langsam arbeiten, da es immer ein wenig dauert, bis das Wasser aufgesogen ist. Falls man tatsächlich mal zuviel Wasser erwischt hat, kann noch Mehl zugegeben werden, um das Verhältnis wieder auszugleichen (jedoch auch nicht unendlich – irgendwann reicht die Ei-Bindung nicht mehr aus ;-)). Der Teig sollte am Ende geschmeidig sein und recht weich (im Vergleich zu Pastateig mit klassischem Weizenmehl). Wenn er noch klebrig sein sollte, ist zuviel Wasser vorhanden.

Den Teig nun zu einer Kugel kneten und in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank kühlstellen und den Teig ca. 1/2 h quellen lassen.

Den Teig portionsweise mit dem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und dann auf immer dünnerer Stufe durch eine Nudelmaschine drehen. Die dünn gewalzten Platten ausbreiten und in mindestens 1 cm breite Streifen schneiden. Auf einem bemehlten Brett nebeneinander legen, da die Nudeln in diesem Stadium schnell aneinanderkleben würden, und mit einem Küchenhandtuch bis zur weiteren Verwendung abdecken.

Für die Sauce die Lavendelblüten in ein Töpfchen mit der Sahne geben, einmal aufkochen lassen, vom Herd nehmen und beiseite stellen. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Butter in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel glasig anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und auf die Hälfte einköcheln lassen.

Die Doradenfilets unter fließendem Wasser abbrausen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Die Fischfilets beidseitig salzen und pfeffern und leicht mit dem Mehl auf der Hautseite bestäuben.

Die Lavendelsahne zur Sauce zugeben und einmal aufkochen lassen. Nun die Sauce durch ein feines Sieb filtern, den Topf etwas auswischen und dann zurück in den Topf geben. Die Aprikosen waschen, entsteinen und in dünne Spalten schneiden. Die Aprikosen zur Sauce geben und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce warmhalten.

Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln portionsweise bissfest garen und abtropfen lassen. Eine große Pfanne mit dem Olivenöl erhitzen und die Doradenfilets zunächst auf der Hautseite knusprig scharf anbraten und dann kurz auf der Fleischseite gar ziehen lassen.

Die Pasta mit der Sauce anrichten und die gebratenen Doradenfilets daraufsetzen.

Blog-Event CXXII - Steinobst (Einsendeschluss 15. August 2016)

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