Kartoffel-Rosmarin-Muffins und Feldsalat mit knusprigen Kartoffelwürfeln und Speck

Heute gibts für euch echt mal was zum Schmunzeln hier. Um ehrlich zu sein, krieg ich schon wieder fast wieder ein Grinsen ins Gesicht, während ich versuche diese Zeilen zu tippen. Ich spanne euch also nicht länger auf die Folter. Ich versuche nur mal alles in der richtigen Reihenfolge wiederzugeben…

Wie ihr wisst, habe ich auch einen kochenden Mann zu Hause. Also einer, der keine zwei linken Hände hat, ganz viel mit mir gemeinsam kocht, gaaanz viel Verständnis hat, wenn ich noch das ein oder andere Foto vom Essen mache (ohne ungeduldig zu werden), nur damit ich es euch auch schön zeigen kann, der immer ein liebes Wort für mich übrig hat, wenn ich mich in einer neuen Rezeptkreation versuche und irgendeine fiese Fisselarbeit (z.B. das Flechten von Teigstreifen bei einer schönen Linzertorte 2.0) gerade überhaupt so gar nicht gelingen will, der aber auch prima für mich kochen kann und mich immer wieder überrascht (=> er macht verflucht saugute Rinderrouladen…) und in den allerhäufigsten Fällen hier auf evchenkocht hat er bei selbstgemachter Pasta und auch bei Risotto seine Finger im Spiel. Ohne ihn gäb es evchenkocht außerdem auch gar nicht. Herr W. sagte nämlich irgendwann, dass er es jetzt langsam satt hat und ich endlich und verdammtnochmal diesen Foodblog anfangen soll und nicht immer nur davon sprechen, dass ich „sowas“ „unbedingt“ „irgendwann“ mal machen will. Sondern einfach machen. Tja, hier wären wir also! Und weil es mal allerhöchste Zeit dafür ist: Danke, mein Schatz!

So viel zur Vorgeschichte, jetzt kommt der lustige Teil – versprochen!

Herr W. kriegt natürlich dementsprechend viel von der Foodblogger-Welt mit. Egal, ob das ein schönes Blogevent ist, ein Bloggeburtstag einer lieben Bloggerin, deren Blog ich regelmäßig lese oder eine tolle Rezeptidee, die wir zusammen nachkochen. Da ich aktuell relativ viel on tour bin (Ich werde noch berichten :-)) und nicht immer ganz so viel zum Kochen und Backen wie gewöhnlich komme, eröffnete er mit eines Abends, dass er für das nächste (allmonatliche und virtuelle) Blogevent bei der lieben Zorra den Beitrag kochen/backen möchte. Seine Aussage: Egal was für ein Thema kommt bei Zorras Event: Ich übernehme das diesmal! Da hab ich richtig Lust drauf!

Für alle, denen das noch nichts sagt: Zorras Blog ist sozusagen der UR-Foodblog und wahrscheinlich für ziemlich viele Blogger, die danach kamen, der Grund warum sie mit dem Bloggen angefangen haben bzw. die ersten Inspirationen bekommen haben. Wer hier bei evchenkocht öfter reinschaut, weiß, dass ich liebend gerne bei Zorras-Themenparties dabei bin. Man schaut über den eigenen Tellerrand und lernt neue Blogs/Rezepte und natürlich auch andere Blogger kennen.

Zwei Tage später bin ich bei Zorra (online) unterwegs und entdecke die Ankündigung des neuen Blogevent-Themas: Muffins zum zwölften (Bloggeburtstag! Das muss man sich mal vorstellen!)! Hierzu noch eine kleine Randinformation: Herr W. kocht sehr gerne, aber hat in seinem ganzen Leben noch keinen einzigen Muffin das Licht des Lebens erblicken lassen (höchstens welche gegessen, aber das hilft hier ja wenig weiter…). Ich sitze also auf der Couch, lese das so und stelle mir gerade vor, wie Herr W. wohl gehofft hat, dass das nächste Event vielleicht mit Pasta, wärmenden Herbstgerichten, vielleicht sogar einem schönen Risotto oder was mit Kürbis zu tun hat… Tja und da musste ich direkt mal fett grinsen :-). Herr W. war gerade passenderweise in der Küche und quittierte die Ankündigung des Themas nur mit einem: „Das ist jetzt nicht wahr!“

Versprochen ist aber versprochen, und so machte er sich daran, sich etwas schönes auszudenken. Ich habe ihn einfach mal machen lassen… schon in Sorge, dass er am Ende noch das Handtuch wirft, hat er mich aber mal wieder überrascht. Nach meinem letzten Waldlauf (irgendwo müssen die verdammten Kalorien ja hin) kam ich ausgehungert nach Hause und es roch schon so lecker nach Rosmarin und Bratkartoffeln… aber Muffins?? Fehlanzeige… Wobei ich dann mal in den Backofen geschaut habe, und siehe da: Herr W. hat mit maximal möglichem Testosteron (bei Muffins ;-)) eine Neuinterpretation von Rosmarin-Kartoffeln als Muffins gewagt!

Geile Idee! War saulecker, toll würzig und pikant und für die Mädchen unter euch, denen das zuviel Carb ist – es gab auch einen frischen Feldsalat als Ausgleich dazu!

Kartoffel-Rosmarin-Muffins

Herr W.s allererstes Muffinrezept für euch und alles Liebe für dich, liebe Zorra, ohne dich wärs nämlich nie so weit gekommen (weder mit meinem eigenen Blog, noch mit diesen fluffigen, herzhaften Muffins):

Kartoffel-Rosmarin-Muffins und Feldsalat mit knusprigen Kartoffelwürfeln und Speck

Zutaten für 6 Muffins:
140 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Ei (Größe M)
3 EL Sonnenblumenöl
125 ml Milch
1 Schalotte
1 EL Butter
2 mittelgroße Kartoffeln (ca. 125 g)
2 Zweige frischer Rosmarin
25 g Parmesan (frisch gerieben)
Pfeffer aus der Mühle
Salz
etwas Butter zum Fetten der Förmchen

Für den Salat:
150 g frischer Feldsalat
3 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
1 TL Johannisbeergelee
1 TL Salz
3 Scheiben dünn geschnittener Speck
1 kleine Kartoffel (ca. 75 g)

 

Kartoffel-Rosmarin-Muffins

Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Mehl, Backpulver, Ei, Öl, Milch zu einem glatten Teig verrühren. Mit einem Teelöffel Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen und unterrühren. Die Schalotte klein hacken und mit etwas Butter in einer Pfanne anschwitzen. Alle Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen und fein hacken.

Sechs Muffinförmchen gleichmäßig fetten. Schalottenwürfel, Kartoffelwürfel (bis auf ca. 1/3 der Würfel – die werden für den Salat benötigt), gehackter Rosmarin und den geriebenen Parmesan unter den Teig heben. Alles gut verrühren und den Teig dann in die gefetteten Muffinformen geben.

Die Muffins für ca. 30 Minuten bei 200 Grad Ober-Unterhitze auf mittlerer Schiene backen.

Während die Muffins backen, den Feldsalat gründlich waschen, putzen und vorsichtig trocken schleudern. Olivenöl, Weißweinessig, Johannisbeergelee und Salz zu einem Dressing verrühren. In einer Pfanne den Speck knusprig braten und anschließend auf Küchenkrepppapier abtropfen lassen. Die Pfanne nicht auswischen und in der noch etwas fettigen Speck-Pfanne die übrigen Kartoffelwürfel in ca. 10 Minuten goldbraun anbraten (man benötigt kein weiteres Fett).

Den Salat auf Tellern anrichten, mit dem Dressing beträufeln, die Speckstreifen (in mundgerechten Stücken) und die knusprigen Kartoffelwürfel darüberstreuen und mit den noch warmen Muffins aus dem Ofen servieren.

Geburtstags-Blog-Event CXXIV - Muffins (Einsendeschluss 15. Oktober 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)

8 Kommentare

  1. Hi Eva,
    super, so einen hab ich hier auch (Mann, nicht Muffin!). Da das Bloggen bei mir noch relativ neu ist, beobachte ich, wie er sich auch langsam immer mehr ins Geschehen ziehen läßt. Er hilft schon bei den Fotos, kauft neuerdings Dekostücke und Zutaten und nun warte ich ehrlich gesagt darauf, wie lange es wohl bis zum ersten eigenen Rezept dauert. Ganz sicher nicht mehr lange!
    Liebe Grüße
    Simone

    • Hi Simone,
      hihi… ja, das ist gut möglich! Da drück ich dir mal die Daumen 😉 Du musst nur aufpassen, wenn er anfängt pingeliger bei den Fotos zu werden als du selber und noch nicht essen mag, weil ihm das Foto nicht gefällt ;-). Aber so weit ist meiner zum Glück noch nicht.
      Liebe Grüße,
      Eva

  2. Kommentar von Zorra (per Email mit ihrer Erlaubnis):
    „Ihr seid so toll! Lustige Geschichte und grosses Dankeschön an Herrn W., das hat er prima gemacht!“

  3. Pingback: Feldsalat mit Rotwein-Dressing, Weintrauben und Maronen

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