Karamelleis und Mirabellencrumble mit Marzipanstreuseln

Mich hat mal wieder das süße Verlangen gepackt!
Süße Mirabellen im Obstkorb, die Eismaschine stand traurig in der Ecke und ein Blogevent von zorra von 1x umrühren aka Kochtopf, das mich angelacht hat zum Thema „Heiß und kalt“ – okay, ihr merkt schon: Ich habe nur eine Rechtfertigung für die Produktion eines schönen Desserts gesucht!

Gestern Abend war es so weit und ich habe diesen einfachen Nachtisch gemacht. Und auch wenn sich das aufwändig liest: 3 (!) Zutaten für ein Eis ist doch wohl fair! Einzig ein bissl Arbeit machen die Streusel – dafür wird man aber mit naschen zwischendurch belohnt 😉 Ich mag die Kombination von Heißem und Kaltem besonders beim Dessert! Den Klassiker heiße Himbeeren mit Vanilleeis kennen (und lieben) wir ja sicher alle?!
Aber ich wollte mal etwas anderes probieren. Kürzlich habe ich bei einem Kochkurs bei der Herstellung eines Karamelleises dabeisein können – und ich war verblüfft wie einfach das geht! Angelehnt an dieses Rezept habe ich mich dann an die Arbeit gemacht… Und hier ist das Resultat für alle Karamellfans! Dieses Eis hat definitiv Suchtfaktor!

Karamelleis und Mirabellencrumble mit Marzipanstreuseln

Zutaten für zwei Personen:

Für das Karamelleis:

60 g Zucker
2 sehr frische Eigelb
200 ml Schlagsahne

Für den Crumble (für zwei kleine Förmchen):

20 reife Mirabellen
70 g Marzipan
35 g weiche Butter
50 g Mehl
1 TL Vanillezucker

Hilfsmittel: Eismaschine, Handrührgerät, zwei ofenfeste Förmchen

Mirabelle

 

 

 

 

 

 
Zubereitung:

Zunächst für das Karamelleis in einem kleinen Topf auf dem Herd die Hälfte des Zuckers schmelzen und karamellisieren lassen. Das Karamell dabei nicht aus den Augen lassen. Sobald eine hellbraune Färbung entsteht, ist das Karamell fertig. Nun kurz vom Herd nehmen und die Hälfte der Sahne zugießen (Achtung, das macht nicht nur ordentliche Zischgeräusche, sondern kann auch fiese Karamellspritzer ergeben!), erneut erhitzen und mit einem Holzlöffel umrühren bis sich das ganze Karamell aufgelöst hat. Die Karamellsahne nun kurz beiseite stellen und die 2. Hälfte der Sahne zugeben und unterrühren.
Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen mit dem Handrührgerät.
Nun die heiße Karamellsahne in die Ei-Zucker-Mischung gießen und kräftig mit dem Schneebesen schlagen. Wenn alles untergerührt ist (am besten im kühlen Wasserbad) noch ein wenig weiterschlagen um die Masse zügig zu kühlen und zu verhindern, dass das Ei gerinnt. Wird die Karamellsahne zu heiß bzw. kochend zur Ei-Zucker-Mischung gegeben, gibt es Rührei mit Karamellgeschmack.
Die Eismasse nun noch etwas abkühlen lassen und dann in die Eismaschine geben und zu Eis gefrieren lassen.
Ich lasse die Masse dann noch ca. 1 h im Gefrierfach nachfrieren, um eine etwas festere Konsistenz zu bekommen.
Mirabellen

 

 

 

 

 

 

 

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Für den Crumble die Mirabellen aufschneiden, entkernen und die Hälften mit der Aufschnittfläche nach oben in die Förmchen legen. Für die Streusel das Marzipan grob hacken und mit der Butter, dem Mehl und dem Vanillezucker zügig zu Streuseln verkneten.
Die Streusel auf die Mirabellen streuen und die Förmchen dann für ca. 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen stellen. Die Crumble sind fertig, wenn die Streusel eine leicht bräunliche Färbung annehmen.
Die Förmchen aus dem Ofen nehmen und mit dem Eis zusammen servieren.

Tipp für die Zubereitung ohne Eismaschine:
Wer keine Eismaschine hat, der kann das Eis auch ohne Eismaschine zubereiten: Hierbei sollte die 2. Hälfte der Sahne steif geschlagen werden und erst ganz am Ende unter die sonst fertige Eismasse gehoben werden (diese Arbeit übernimmt sonst die Eismaschine). Die Eismasse dann ins Gefrierfach stellen und am besten alle 30 Minuten umrühren, bis die Masse fest ist.

2 Kommentare

    • Sehr gerne hätte ich dir ja eine Portion abgegeben, aber du kannst dir gar nicht vorstellen wie schnell die beiden Portionen weggefuttert waren. Und mehr Streusel als für zwei Crumbelchen muss man ja zubereiten – bis zur Verwendung der Streusel ist ja wohl immer ein bissl Schwund 😉

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