11. petit salon du chocolat in Neustadt – Paradies für Chocoholics

Petit salon du chocolat

Heute habe ich keinen blassen Schimmer, wo ich überhaupt anfangen soll… ja, das gibts auch mal: Evchen sprachlos!

Ich sags euch schon gleich: Es wird mein längster, aber (und das ist ein Versprechen) einer der coolsten Berichte aus meiner evchen on tour-Kategorie!

Einmal im Jahr gibts nämlich den „Petit salon du chocolat“ in Neustadt an der Weinstraße – DAS Event für Schokoladenfreunde, Süßschnäbel, Liebhaber von Patisserie und Co. Man muss ja sagen, dass es in der Pfalz zwar sehr schön ist, aber mit gigantisch großen Messen und ähnlichem sieht es hier doch eher mau aus… Tja, aber diese Schokoladenmesse hat es echt in sich!

Hier kann man nicht nur Schokolade pur und in wunderschönen Aromenkombinationen erstehen, es gibt Vorführungen von und mit tollen Chocolatiers, Patissiers und Konditoren, man kann sich durchprobieren und so viel Neues entdecken und mein persönliches Highlight ist tatsächlich ein Wettbewerb ganz in Schokolade! In zwei Kategorien – eine für die Nachwuchskünstler als Azubis und die Profis (Gesellen und Meister) treten gegeneinander an. Thema des diesjährigen Wettkampfes: Grand Cru – Ursprung der Schokolade!

Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus! Es war gerade gestern und ich habe Stunden (!) dort verbracht, weil ich es einfach (wie bisher jedes Mal) spitze fand!

Organisator dieses genialen Events Herr Jochen Müller wagte vor vielen Jahren den Sprung, hob den Petit salon du chocolat aus der Taufe und schafft seither immer wieder all das Schöne in diesen Saal zu bringen! Hut ab, aber seht selber…

Er führte uns auch durch den Saal voller Köstlichkeiten und ich entdeckte und lernte so vieles… nicht nur über seine vegane Pralinen, die jedes (!) Foodieherz höher schlagen lassen!

Petit salon du chocolat

Wie sich der Einhorn-Trend zum Beispiel auch auf leckeren Schokoladencupcakes mit Heidelbeerfrosting fortsetzen kann 🙂

Petit salon du chocolat

Dass Honigmarzipan, Quitte und Kurkuma mit dunkler Schokolade auf der Zunge der absolute Hammer sind….

Kastanien auch ganz anders daherkommen können…

Petit salon du chocolat

Man einfach nur diese hübsche, kleine, praktische Maschine bräuchte, und alles ginge sooo einfach… Pralinen vom Fließband sozusagen 😉

Petit salon du chocolat - Pralinenüberzugsmaschine

Die Chocolatier Isabelle Wagner musste „nur“ noch das Feintuning übernehmen…
Petit salon du chocolat - Praline

Aber auch die süßen Kunstwerke haben mich in ihren Bann gezogen. Hier das Gewinner-Schaustück aus dem Nachwuchswettbewerb:
Petit salon du chocolat

Mich plagten ganz andere Schwierigkeiten – schaffe ich alles zu probieren, bevor ich satt bin oder mir schlecht wird? Die große Auswahl in herausragender Qualität war enorm…
Petit salon du chocolat - Pralinen

Aber auch neue Aromenkombinationen haben mich echt vom Hocker gehauen… Hier Matcha-Fours mit Matcha – Schokolade – Himbeer – Ingwer!
Petit salon du chocolat - Matcha/Schokolade/Himbeer/Ingwer

Und ich lernte den immer größer werdenden Trend der doppelt fermentierten Schokolade kennen. Damit die Kakaobohnen ihr echtes Aroma entfalten werden sie fermentiert, jedoch wird beim zweiten Fermentieren eine Frucht beispielsweise Passionsfrucht oder Mango zugesetzt… das sorgt für wirklich intensive Power und Geschmack im Mund!
Petit salon du chocolat

Und irgendwann war es so weit und die Schaustücke auf der Bühne wurden präsentiert. Das Publikum durfte auch den eigenen Favoriten küren… aber ich konnte mich kaum entscheiden! Vergesst nicht, alles essbar!
Petit salon du chocolat

Petit salon du chocolat

Ich habe es kaum glauben können, als ich hörte, dass für ein solches Kunstwerk mindestens 30-40 Arbeitsstunden vonnöten sind. Von den sicherlich vielen Testversuchen – das Schaustück muss ja die ganze Veranstaltung in einem Stück überdauern – mal ganz abgesehen…

Der nächste Teilnehmer verriet mir im Gespräch wie er sein Kunstwerk erstellte. Gut, als er im Sportgeschäft nach der Schaufensterpuppe fragte, erntete er zunächst verwunderte Blicke, aber nur so ließ sich sein „Negativ“ aus Kautschuk herstellen, in das er wiederum die Schokolade einfüllen konnte. Vorder- und Rückseite setzte er zusammen (oh nein, kein Hohlkörper… nicht wie bei den ollen Schokonikoläusen!) und machte sich dann an die Feinarbeit: Kleinste Luftlöcher in der Schokolade füllen, die Oberfläche polieren und auf Hochglanz bringen… tja und dann kommt nur noch das „bisschen“ Drumherum… Zack, ist die Atztekenprinzessin fertig! Die Exponate enstehen übrigens in der Freizeit…
Petit salon du chocolat

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Ihr merkt schon, ich bin ein echter Fan! Aber wer bis hierher mitgelesen und gestaunt hat, versteht es ein bisschen… man muss es gesehen haben! Und über so vieles habe ich noch gar nicht gesprochen, zum Beispiel, dass…

…eigens für die beiden Schokoladentage 200 Tartes, 20 Kuchen und 20 Torten gebacken wurden (zusätzlich zu der Schoki!)
…es nicht nur nose-to-tail, sondern auch bean-to-bar gibt – nix mehr mit fertiger Kakaobuttermasse!
…wie 100% Schokolade schmeckt (lasst euchs gesagt sein: Pur ganz grausig!)
…ich zukünftig meine Ganache auch pürieren (!) werde wie Christian Lorczyk in seiner Vorführung

Also mein Tipp: Anfang März nächsten Jahres ist es wieder soweit… 😉

1 Kommentare

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